Vapes - Chinas süßes Gift
26.10.2026 • 18:45 - 19:30 Uhr
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Originaltitel
Vapes - Chinas süßes Gift
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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Vapes - Chinas süßes Gift

Sie sind aufwendig designt, schmecken wie Süßigkeiten und sind bei jungen Menschen extrem beliebt: Vapes. Fast jeder Siebte zwischen 18 und 25 Jahren konsumiert sie regelmäßig. Viele Raucher nutzen Vapes, um von der klassischen Zigarette loszukommen. Aber auch deren Suchtfaktor ist extrem hoch. Die Doku checkt alle Fragen rund um die Vape - woher sie kommt, wer sie nutzt und warum. Und wer damit ordentlich Kohle macht. Karsten (57) hat gut 40 Jahre geraucht, grob geschätzt kommt er auf rund 250.000 Zigaretten. "Aufhören konnte ich nicht, die Angst vor dem Nikotin-Entzug hatte mich fest im Griff." Doch immer stärker störten den Berliner die Nebenwirkungen des Rauchens: Kratzen im Hals, stinkende Kleidung und Finger, Einschränkungen durch Rauchverbote beim Ausgehen. Vor sechs Monaten stieg er von Zigaretten auf Vapes um - und ist sehr zufrieden mit seiner Entscheidung. "Mein Essen schmeckt besser, ich kann überall hingehen ohne Angst vor Nikotin-Entzug. Für mich ist Vapen die perfekte Möglichkeit, von den normalen Kippen loszukommen." Krebsforscherin Prof. Ute Mons beurteilt diese Haltung kritisch: "E-Zigaretten können beim Rauchstopp helfen. Aber die Nikotin-Abhängigkeit bleibt bestehen. Man ersetzt nur die herkömmliche und sehr schädliche Konsumgewohnheit durch eine etwas weniger schädliche Gewohnheit." Die 21-jährige Lea spürt nach zwei Jahren Vapen die Folgen ihrer Sucht: einen hartnäckigen Reizhusten mit schleimigem Auswurf - der nach Erdbeere schmeckt, genau wie ihre bevorzugte Vape. "Ich war nach kurzer Zeit bei rund 800 Puffs am Tag. Heute weiß ich, dass das ungefähr zwei Schachteln Zigaretten gleichkommt. Kein Wunder, dass mich das Vapen krank gemacht hat." Über die gesundheitlichen Risiken wird in den sozialen Medien viel zu wenig gesprochen, findet Lea. Stattdessen positionieren sich viele Stars und Influencer in ihren Posts mit Vapes in der Hand. "Rapper wie Massiv oder Streamer wie MontanaBlack propagieren damit, dass Vapen cool sei. Und wenn du auch cool wirken willst, dann machst du das nach." Auch, wenn cool sein im Falle der Vapes krank machen kann. Auch Kimberly und Michelle (beide 17, Schülerinnen) dampfen regelmäßig. Ihre liebste Geschmacksrichtung: "Blueberry Cheesecake - das schmeckt lecker, und man kann es gut verheimlichen. Beim Vapen mit Freunden kann man wunderbar entspannen." Der Einstieg ins Nikotindampfen vor drei Jahren fiel den damals 14-Jährigen leicht. Kein Kratzen im Hals, kaum Alterskontrollen im Kiosk. Inzwischen kauft Michelle am liebsten die Vapes mit 18.000 Zügen, eine in Deutschland illegale Größe. Das Problem: Welche Inhaltsstoffe diese süßen Nikotinbomben enthalten, ist unklar, denn sie werden hier in Deutschland nicht kontrolliert. Nach genau diesen Vapes sucht auch Zollfahnderin Heike Sennewald, wenn sie mit Kollegen Razzien in Lagerhallen und Kiosken durchführt. In Deutschland dürfen nämlich nur Vapes mit einer maximalen Füllung von 600 bis 700 Zügen verkauft werden. "Durch den Handel mit illegalen Vapes entsteht uns allen ein Steuerschaden von mehreren Millionen Euro jährlich." 90 Prozent der Vapes kommen auf direktem Weg aus China nach Deutschland. Tatsache ist jedoch, dass in China selbst die süß aromatisierten Vapes nach kurzer Zeit verboten wurden, weil der Suchtfaktor für junge Menschen extrem hoch ist. Während in China E-Zigaretten aller Art also ausschließlich nach Tabak schmecken dürfen, verschickt das Land seine flavorisierte Ware in die ganze Welt - und schwerpunktmäßig nach Deutschland.

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