Seit 2011 wird der Südwesten grün regiert. Wenn am 8. März 2026 Baden-Württemberg einen neuen Landtag wählt, könnte das Geschichte sein. Denn in Umfragen liegt die CDU bisher klar vorn. Als Winfried Kretschmann 2011 zum ersten grünen Ministerpräsidenten gewählt wurde, war Manuel Hagel 23 Jahre alt und seit einem Jahr Kreisvorsitzender bei der Jungen Union. Jetzt 15 Jahre später ist er es, der die Schmach der CDU von damals vergessen machen soll. Der eine war Bundeslandwirtschaftsminister, der andere Filialdirektor der Sparkasse Ehingen. Der eine hat allein auf Instagram 184.000 Follower, der andere keine 23.000. Bundesweit bekannt gegen noch recht unbekannt - es scheint ein ungleiches Duell zwischen Cem Özdemir von den Grünen und CDU-Mann Manuel Hagel. Und dennoch sehen Umfragen die Union seit Wochen deutlich vor den Grünen. Die setzen voll auf die Prominenz ihres Spitzenkandidaten. "Özdemir - der kann es" ist im ganzen Südwesten zu lesen, das Parteilogo auf den Plakaten dagegen fast nicht zu finden. Die Grünen kämpfen gegen den bundesweiten Abwärtstrend ihrer Partei und hoffen, in den letzten Wochen noch mit der Erfahrung Özdemirs zu überzeugen. Manuel Hagel dagegen kämpft noch um Bekanntheit. Der CDU-Spitzenkandidat reist durchs Bundesland und weit darüber hinaus: nach Athen und Boston und auch zur CSU nach Seeon. Jeder Handschlag, jedes Foto hilft, bekannter zu werden. Er will jüngster Ministerpräsident der Republik werden. Alles scheint auf das Duell Hagel - Özdemir hinauszulaufen, dabei liegt die AfD mit dem Bundestagsabgeordneten und Weidel-Vertrauten Markus Frohnmaier auf Platz zwei in den Umfragen mit zuletzt 20 Prozent. Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnen aber alle anderen Parteien in Baden-Württemberg ab. Und auch Frohnmaier selbst hat eine eigene Brandmauer hochgezogen: zur Werteunion. Deren Spitzenkandidat ist mit Jörg Meuthen ein alter Bekannter. Die SPD - im Südwesten seit Jahrzehnten mit wenig Strahlkraft. Bei der letzten Landtagswahl gewann sie nur 11 Prozent, das schlechteste Ergebnis für die Sozialdemokraten in Baden-Württemberg. Damals wie auch 2026 heißt der Spitzenkandidat Andreas Stoch. Für FDP und Linke wird der 8. März 2026 ein Schicksalstag. Die Liberalen sind seit 1952 ununterbrochen im Landtag vertreten, kämpfen nun aber mit der Fünf-Prozent-Hürde. Parteichef Hans-Ulrich Rülke tritt erneut an, will "die Grünen aus der Regierungsverantwortung verdrängen" und zurück zu einer bürgerlichen Regierung, wie er ankündigte. Die Linke dagegen kann sich Hoffnung machen, zum ersten Mal überhaupt ins Stuttgarter Parlament einzuziehen. Mit gleich drei Frauen an der Spitze - Mersedeh Ghazaei, Amelie Vollmer und Kim Sophie Bohnen soll das gelingen. Fünf Landtagswahlen stehen in diesem Jahr an und Baden-Württemberg beginnt. Kann Cem Özdemir in den letzten Wochen des Wahlkampfs noch etwas drehen? Wird Manuel Hagel der jüngste Ministerpräsident Deutschlands? Und wie entscheiden sich die jungen Wähler? Denn zum ersten Mal dürfen in Baden-Württemberg auch 16- und 17-Jährige wählen. Insgesamt rund 7,7 Millionen Menschen stimmen am 8. März 2026 darüber ab, ob die Ära eines grüngeführten Bundeslands erstmal zu Ende geht. Das ZDF sendet an diesem Abend live aus dem Ehrenhof des Stuttgarter Schlosses, unweit des Landtags. Ab 17.40 Uhr begleitet ZDF-Politikchefin Shakuntala Banerjee die Zuschauerinnen und Zuschauer durch diesen Wahlabend. An ihrer Seite Parteienforscher Karl-Rudolf Korte und heute-journal-Leiter Stefan Leifert, der gemeinsam mit der Forschungsgruppe Wahlen (FGW) Zahlen und Analysen liefert. Begleitet wird der Wahlabend natürlich auch online, im Live-Stream auf zdf.de und in der ZDFheute-App. Dort sind auch jederzeit alle Informationen, Statements von Bundes- und Landespolitikern, aktuelle Prognosen und Hochrechnungen abrufbar. Auf youtube.com/@ZDFheute, facebook.com/ZDFheute und Instagram/zdfheute werden die interessantesten Stimmen der Wahlgewinner und -verlierer gesammelt, dazu erfahren Nutzer in Erklärgrafiken die spannendsten Analyseergebnisse der Forschungsgruppe Wahlen zur Wahl.
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