Weil mehrere tausend Liter Wein unter der Hand verkauft wurden und der in den Fässern lagernde Tropfen überschwefelt wurde, hat Anne Wader (Henriette Richter-Röhl) alle Hände voll zu tun, um das Ansehen des Weinguts zu retten. Das aber kann nur funktionieren, wenn Annes Mutter die Verantwortung übernimmt.

Das waren noch Zeiten, als der "Winzerkönig" im Burgenland mit dem Gabelstapler durch den Weinkeller fuhr und vor lauter Begeisterung gegen das Weinfass krachte. Inzwischen sind die Zeiten härter geworden, und die Frauen sind an der Macht. Anna, die Winzerin von der Pfalz, hat in "Weingut Wader – Nur zusammen sind wir stark" nicht nur gegen den Frost und die Nachbarn zu kämpfen. Auch die eigene Familie steht im Weg. Denn leider hat der Patriarch des Hambacher Weiguts vergessen, seine Tochter Anne (Henriette Richter-Röhl) als Alleinerbin einzusetzen.

Da stehen die Zeichen auf Sturm. Spätestens, als der Verdacht aufkommt, dass mehrere tausend Liter Wein unter der Hand verkauft wurden und der in den Fässern lagernde Rotwein überschwefelt wurde, gerät das Weingut ins Schlingern – es droht die Insolvenz. Nur wenn Annes überehrgeizige Mutter Käthe (Leslie Malton) zugibt, den Schaden selbst verursacht zu haben, könnte das Weingut gerettet werden. So schwer ihr das auch fällt – Käthe geht zum Wohl der Familie diesen Opfergang.

Was aber führt Annes Onkel Bruno (Jürgen Heinrich) im Schilde? Bruno wurde von der eigenen Frau an die frische Luft gesetzt, der das zweite Wader-Weingut gehört. Georg, so stellt sich alsbald heraus, macht heimlich gemeinsame Sache mit japanischen Investoren, die nicht nur das Land der Waders aufkaufen wollen.

Wie bereits im November 2018 (erster und zweiter Teil) geht die Weinmacher-Saga bereits eine Woche später weiter. Dann muss sich die Bio-Winzerin Anne nicht nur ihrer Nachbarn erwehren, die wegen des fehlenden giftigen Pflanzenschutzes schädliche Insekten fürchten, sondern sich auch noch Sorgen um ihre 17-jährige blinde Tochter Tori (Caroline Hartig) machen, die endlich ihren leiblichen Vater finden will.

Die süffige Winzersaga hätte gewiss genau so das Zeug zur lang laufenden Weinserie wie der "Winzerkönig" des Harald Krassnitzer (ARD, 2006 bis 2010). Als Einzelstücke wirken die "Freitags im Ersten"-Filme trotz der sympathischen Hauptrollenbesetzung mit Henriette Richter-Röhl thematisch etwas überstrapaziert.


Quelle: teleschau – der Mediendienst