Immer wieder werden Vorwürfe laut, dass es bei der Vergabe der WM nach Russland politische Einflussversuche gegeben haben soll. Die brisante ZDF-Doku geht diesen Fragen nach.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, die am Donnerstag, 14. Juni, in Moskau mit dem Eröffnungsspiel des Gastgebers gegen Saudi-Arabien angepfiffen wird, wirft schon längere dunkle Schatten voraus. Wieder einmal ranken sich um die Vergabe des Turniers in das von Präsident Wladimir Putin geführte Land viele Negativ-Gerüchte. In der vom ZDF produzierten, vorab auf ARTE ausgestrahlten Dokumentation "Weltmeisterschaft der Spione" wirft ein Kronzeuge des Beitrags, Peter Hargitay, der einstige Sonderberater des früheren FIFA-Chefs Sepp Blatter, schwere Vorwürfe auf. "Es gab massive politische Einflussnahme", behauptet er. "Es geht nicht um Fußball. Bei der WM-Vergabe geht es um Status und Vermächtnis. Beim Eröffnungsspiel und beim Finale geht es um Fußball. Der ganze Rest ist Politik." Konkret dreht sich alles um nicht ganz leicht zu belegende Gerüchte, dass Spionage, Gegenspionage und dubiose Hinterzimmerabmachungen bei der Wahl des Ausrichters Russland angeblich eine entscheidende Rolle gespielt haben sollen.
Die damals aussichtsreichsten WM-Bewerber Russland und England, ohnehin derzeit in angespanntem Verhältnis zueinander, beschuldigen sich in dieser TV-Doku gegenseitig schwer.