Wohin mit meiner Trauer?
01.04.2026 • 02:35 - 03:05 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Anja Umland im Gespräch mit dem Benediktinermönch Pater Anselm Grün.
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Anja im Gespräch mit ihrem Vater, nachdem beide sehr unterschiedlich mit ihrem Verlust umgegangen sind.
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Pater Anselm Grün.
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Nur zwei Tage nach dem Tod ihrer Mu����er holt Anja sich Hilfe bei einer Trauerbegleiterin.
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Originaltitel
Wohin mit meiner Trauer?
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Wohin mit meiner Trauer?

Der Tod von Anjas Mutter kam plötzlich. Anja stand ihr sehr nah, sie war nicht nur ihre Mutter, sondern auch Vertraute und beste Freundin. Schließlich war sie noch so jung, erst 55 Jahre alt. Nach dem Verlust bleibt eine Leere, auf die Anja nicht vorbereitet war. "Ich dachte, ich würde nie wieder lachen können", sagt sie. Die Trauer stellt alles infrage: Prioritäten, Beziehungen, den Blick auf das Leben selbst. Nichts fühlt sich mehr an wie zuvor - und Anja erkennt, dass sie nicht mehr derselbe Mensch ist wie vor diesem Verlust. Sie fragt sich: Warum war sie so unvorbereitet? Wo hat Trauer in der Gesellschaft eigentlich ihren Platz? Und was kann Trauernden wirklich helfen? In der ARD-Dokumentation begibt sich Anja auf die Suche nach Antworten. Sie trifft Menschen, die Trauer auf ganz unterschiedliche Weise leben. Mit dem Benediktinermönch Anselm Grün spricht sie über die Bedeutung von Ritualen als Halt in Zeiten des Verlusts. Rituale begegnen ihr auch im außereuropäischen Kontext beim Dia de los Muertos in Berlin, wo Trauer sichtbar und lebendig gefeiert wird. Und innerhalb der eigenen Familie zeigt sich, wie verschieden Trauer sein kann. Anjas Vater geht ganz anders mit dem Tod seiner Frau um. Erst nach Jahren finden Anja und er wieder zueinander - ein Prozess, den der Film begleitet. Anja Umland entscheidet sich zudem, ihre Kinder in der Trauer mitzunehmen. Während andere sagen: "Nicht weinen vor den Kindern…", geht sie ehrlich und offen mit ihnen um. Heute hat die Trauer einen festen Platz in ihrem Leben gefunden. Sie ist nicht verschwunden, sondern integriert. Kleine persönliche Rituale helfen, die Erinnerung an die Mutter zu bewahren. Es ist ein anderes Leben als vorher, aber eines, in dem Trauer, Liebe und das Leben nebeneinander bestehen dürfen.

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