Zwei Frauen für alle Felle - Neuanfang
29.08.2025 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Drama
Lesermeinung
Tierärztinnen Maja Freydank (Bettina Zimmermann,l.) und Julia Kramer (Meriel Hinsching) mit Hund Tessa.
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Uta Helmreich (Ramona Kunze-Libnow,l.), Robin Barnstedt (Finnlay Berger), Julia Kramer (Meriel Hinsching) und Maja Freydank (Bettina Zimmermann, r.) bringen Hund Tessa zur Not-OP
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Maja Freydank (Bettina Zimmermann) hat Hund Tessa angefahren.
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Bernd Lippold (Wolfgang Stumph) will nicht mit seiner Tochter Maja (Bettina Zimmermann) sprechen.
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Originaltitel
Zwei Frauen für alle Felle
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Altersfreigabe
6+
Fernsehfilm, Drama

Gemeinsam für das Wohl der Tiere

Von Elisa Eberle

Als ihr Chef in Rente geht, beschließt die Naumburger Tierärztin Maja Freydank (Bettina Zimmermann) überstürzt, die Praxis selbst zu übernehmen. Unerwartete Unterstützung bekommt sie im ersten von zunächst zwei "Freitag im Ersten"-Filmen von einer jungen Kollegin (Meriel Hinsching) ... es sind demnach: "Zwei Frauen für alle Felle".

"Wenn ich ein Hamster wäre, würdest du dich mehr um mich kümmern", klagt Greta Freydank (Nelly Hoffmann) zu Beginn der neuen vom MDR verantworteten Filmreihe "Zwei Frauen für alle Felle" im Ersten. Harte Worte, doch Unrecht hat das Mädchen nicht: Maja Freydank (Bettina Zimmermann) ist mit ihrem Alltag als Tierärztin und Mutter derzeit überfordert. Der stumme Streit mit ihrem Vater macht die Sache nicht besser: Bernd Lippold (Wolfgang Stumph in seiner ersten Rolle nach dem Ende von "Stubbe"), so stellt sich im Verlauf des Reihenauftakts "Neuanfang" heraus, macht Maja verantwortlich für den Tod ihrer Mutter. Seiner Trauer macht er mit kindlichem Gebaren Luft: Morgen für Morgen entwendet er die Kleider von seiner illegal im See badenden Tochter.

So kommt es auch, dass Maja zu spät und nur mit einer Schürze bekleidet zum Vorstellungsgespräch mit ihrer neuen Kollegin kommt: Die junge, aber hochqualifizierte Tierärztin Julia Kramer (Meriel Hinsching) kommt vom Klinikgroßkonzern Sanaripets. An eben diesen möchte Majas Chef Reiner Rückert (Karl Kranzkowski) die Tierarztpraxis verkaufen. Die überengagierte Maja hat ein ungutes Gefühl dabei: "Die Praxis an einen Großkonzern zu verkaufen ist falsch", beklagt sie: "Ihm geht es nicht um die Tiere." Sie beschließt: "Ich übernehme die Praxis."

Ein neuer Film nach bewährtem Rezept

Zweifel ihres Noch-Chefs und der Praxishelferin Uta Helmreich (Ramona Kunze-Libnow) wischt Maja beiseite. Überhaupt hat die Ärztin im Moment ganz andere Probleme: Auf der Fahrt in die Praxis lief ihr eine Hündin vors Auto. Tessa, so scheint es erst, ist zum Glück nicht allzu schwer verletzt. Doch bei einer späteren Kontrolluntersuchung diagnostiziert die Ärztin merkwürdige Symptome, die eigentlich nicht vom Unfall stammen könnten. Gemeinsam mit Julia Kramer beginnt Maja im Umfeld der Familie, der Tessa gehört, zu recherchieren ...

"Zwei Frauen für alle Felle" – der kalauerhafte Reihentitel wird in der letzten Szene des Films zum Glück von den Figuren selbst augenzwinkernd kommentiert. Ansonsten bietet der erste von zunächst zwei Filmen genau das, was sich das Publikum von einem "Freitag im Ersten"-Film wünscht: sympathische Figuren, die vor malerischer Kulisse mit kleineren beruflichen wie auch privaten Problemen kämpfen. Im Falle von Maja ist das neben ihrem trauernden Vater auch ihr Ehemann Steffen (Kai Schumann), dem sie kürzlich eine Beziehungspause auferlegt hat, die er aber so gar nicht zu akzeptieren scheint ...

Bettina Zimmermann: "Ich bin mit vielen Tieren groß geworden"

Auch die Entscheidung, dass die Reihe zwei Tierärztinnen bei der Arbeit begleitet, kommt nicht von ungefähr. Arztserien wie "Familie Dr. Kleist", "In aller Freundschaft" oder "Tierärztin Dr. Mertens" erfreuen sich beim Publikum seit Jahrzehnten zuverlässiger Beliebtheit. Für Hauptdarstellerin Bettina Zimmermann ist die Arbeit mit Tieren nichts wirklich Neues: "Ich bin mit vielen Tieren groß geworden", erklärt die 50-Jährige im Interview: "Wir hatten viele Haustiere von Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen bis Hund – aber vor allem bin ich mit dem Aufziehen und Versorgen von Wildvögeln groß geworden, da meine Mutter für den Nabu gearbeitet und verletzte oder pflegebedürftige Wildvögel zum Aufpäppeln bekommen hat." Ihre Filmkollegin Meriel Hinsching hingegen gibt an, vorsichtiger gewesen zu sein: Vor allem vor den Milchkühen im zweiten Film, das betont die 32-Jährige, habe sie Respekt gehabt.

Den zweiten Film "Zwei Frauen für alle Felle – Väter und Töchter" zeigt das Erste am Freitag, 5. September, um 20.15 Uhr.

Zwei Frauen für alle Felle – Neuanfang – Fr. 29.08. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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