Die ZDF-Reportagereihe stellt zupackende Mitbürger vor, die sich der Arbeit an sozialen Brennpunkte in dem Stadtviertel Neckarsheim-West von Mannheim annehmen.

Es ist ein kleines Stadtviertel mit großen sozialen Problemen. Und viele Mannheimer haben Neckarsheim-West innerlich bereits abgeschrieben. Viele, die selbst bereits dort gewohnt haben, sind mittlerweile weggezogen. Zu schaffen macht dem Stadtteil vor allem sogenannte Armutseinwanderung aus Osteuropa. Die Prostitution ist allgegenwärtig. Die ZDF-Reportage "37°: Zwei Quadratkilometer Stress" stellt mitfühlende Mitbürger vor, die sich den Herausforderungen vor Ort mutig stellen. "Ich schäme mich für Deutschland, dass wir hier ein Paradies geschaffen haben für billigen Sex, aber nicht die Verantwortung tragen möchten für die Frauen, die hier traumatisiert und ausgebeutet werden", klagt Julia Wege. Sie hat sich den Verein "Amalie" gegründet, der sich der Armutsprostitution entgegenstellen möchte.

Abitur trotz miserabler Start-Chancen

Ähnlich engagiert ist Stefan Semel, der zwar selbst nicht mehr in der Neckarstadt leben möchte, aber täglich dorthin zurückkommt, um mit Kindern zu arbeiten und ihnen in seiner Initiative "Aufwind e.V." Bildungschancen und Aussichten auf einen Alltag abseits der Gewalt bieten möchte. Seit 15 Jahren schon bietet er vielen Schülern aus sehr problematischen familiären Umfeldern eine Art Ersatz-Zuhause. Worauf Semel besonders stolz ist: Einige der zuvor sehr leistungsschwachen Schüler haben mittlerweile sogar ihr Abitur gemacht.

37°: Zwei Quadratkilometer Stress – Di. 07.07. – ZDF: 22.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH