Während einer Regierungskrise in den Niederlanden soll der Politjournalist Pierre Peters die "Soap"-Schauspielerin Katja Schuurman interviewen. Anfangs wehrt er sich gegen den scheinbar unbedeutenden Auftrag. Doch das Interview nimmt für beide Beteiligten eine unerwartete Wendung...

Am 2. November 2004 wurde Theo van Gogh in Amsterdam ermordet. Der niederländische Filmemacher, Autor und Publizist fiel immer durch provokante Meinungsäußerungen auf. In diesem Film verbindet er geschickt die reale Welt mit einer fiktiven. Die im wirklichen Leben als Soap-TV-Star bekannte Katja Schuurman (nach der niederländischen Variante von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" hatte auch die Soap "Costa!" allwöchentlich mehre Millionen Zuschauer) ließ in ihrer eigenen Wohnung eine Geschichte drehen, in der sie selbst spielt. Der fiktive Zeitungsjournalist Pierre Peters (hervorragend verkörpert von Pierre Bokma) kommt ihr sehr nahe und entblößt ihre, aber auch seine Seele Stück für Stück. Die fließend ineinander übergehenden Grenzen zwischen Realität und Fiktion sind für den Zuschauer nur schwer durchschaubar. Die meisten Spielfilme von Theo van Gogh leben von dieser Doppeldeutigkeit und der Verunsicherung darüber, was noch privat oder schon öffentlich ist, was Realität und was Fiktion. Aber vielleicht gibt es da keinen Unterschied, so wie auch Theo van Gogh im Leben und auf dem Bildschirm Rolle und Persönlichkeit untrennbar vermischte.

Foto: Kinowelt