Eine Erbschaft muss nicht immer ein Glücksfall sein. Als die entfernten Cousinen Suzanne und Alma, beide um die 50, die sich noch nie zuvor getroffen haben, ein altes Anwesen auf einer Insel erben, lassen die Probleme nicht lange auf sich warten. Laut Testament muss das Haus verkauft oder von beiden gemeinsam bewohnt werden. Anstatt es sofort zu verkaufen, entscheiden sich die beiden charakterlich ganz unterschiedlichen Frauen, vorerst zu bleiben. Der Konflikt zwischen der lebenslustigen, attraktiven Alma und ihrer knochentrockenen Cousine, der Physiklehrerin Suzanne, ist jedoch vorprogrammiert. Und sie werden zu einander argwöhnisch beobachtenden Rivalinnen, als ein Mann ins Spiel kommt. Denn Gustave Frémy, ein für Schmuggel erhängter Vorfahr der beiden Frauen, sucht das Haus heim ...

Regisseurin Claire Devers ("Schwarz und weiß", "Die Diebin von Saint Lubin", "Verlorene Seelen") zeichnet mit viel Humor und kleinen Spitzen ein Porträt zweier starker Frauenfiguren. Liebenswert mit ihren kleinen Fehlern und Eifersüchteleien werden die Cousinen durch ihren aufdringlichen Vorfahren gleichzeitig entzweit und wieder zusammengeführt. Als Vorlage diente die in England angesiedelte Kurzgeschichte "The Third Person" des amerikanischen Autors Henry James aus dem Jahre 1900.

Foto: arte F/France 2/Gilles Schrempp