Brooke Ryder, die junge Witwe des bekannten Arztes Dr. Eric Ryder, steht unter Verdacht, ihren Mann ermordet zu haben - in einem Büro der Polizei von San Francisco verhört man sie. Die Erzählungen der verstörten Frau offenbaren ein schockierendes Familiendrama: Schon auf ihrer gemeinsamen Hochzeitsreise werden zwei Attentate auf das Leben ihres Mannes verübt. Erst jetzt offenbart Eric seiner Frau Brooke, dass er bereits einmal verheiratet war und dass aus dieser Ehe ein fünfjähriger Sohn, Philip, existiert. Über die Vormundschaft über das Kind hat es einen erbitterten Rechtstreit mit Louise, seiner Ex-Gattin gegeben. In ihr Haus nach San Francisco zurück gekehrt, wo sie mit Erics Schwester Emma und deren behindertem Sohn Carl leben, wundert Brooke sich immer mehr über das Verhalten des von ihr geliebten Mannes. Allmählich keimt in Brooke ein unfassbarer Verdacht: Sie verdächtigt Eric, ein grausames Mordkomplott gegen Carl, seinen Neffen, zu schmieden, den Erben eines millionenschweren Landbesitzes. Sie weiß, dass sie handeln muss ...

Der spannende Kriminalfilm war eine der letzten Regiearbeiten von Joseph Santley, der seine Karriere bereits Ende der Zwanzigerjahre begann. In der Rolle des Eric Ryder ist Helmut Dantine alias Helmut Guttman zu sehen. Der gebürtige Wiener verliess nach dem Einmarsch der Nazis und drei Monaten KZ-Haft seine Heimat und siedelte nach Amerika über, wo er seine Hollywood-Karriere startete. Ungenannt tauchte er in Klassikern wie "Sein oder Nichtsein", "Casablanca" und "Die Wacht am Rhein" auf, später spielte er in "Alexander der Große", "Krieg und Frieden" und "Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia". Gern wurde Dantine als Nazi besetzt, welche Ironie des Schicksals, denn seine in Österreich zurückgebliebenen Eltern starben im KZ.

Foto: ZDF/ARD/Degeto