In einem englischen Vorort lebt eine sechsköpfige Familie zurückgezogen in ihrem Haus. Als nach dem Vater auch die Mutter stirbt, versuchen die Kinder alleine zurechtzukommen. Die Geschwister Julie und Jack erkennen, dass ihre Liebe die Geschwisterliebe übersteigt, und fühlen sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Als Julies Freund Derek ins Leben der Geschwister tritt und all die Geheimnisse entdeckt, beginnt die Situation zu eskalieren ...

Der 1978 erschienene Roman "The Cement Garden" machte seinen Autor, den britischen Schriftsteller Ian McEwan ("Abbitte"), auf einen Schlag weltberühmt. 1992 nahm sich Regisseur Andrew Birkin ("Brennendes Geheimnis"), Bruder der Schauspielerin Jane Birkin, der populären literarischen Vorlage an. Doch heraus kam lediglich ein unausgegorenes Psychodrama als Mix aus inzestöser Jugendstory und Familiengeschichte. Von Birkins Nichte Charlotte Gainsbourg und Andrew Robertson als junges Geschwisterpaar zwar gut gespielt, können die beiden die inszenatorischen Schwächen jedoch nicht wett machen. Trotzdem wurde Birkin für sein Werk mit dem Silbernen Löwen der Filmfestspiele von Berlin ausgezeichnet.

Foto: Constantin