Der schwarze Schauspieler Sox, der Zugang zur schicken Künstlerszene von Johannesburg hat, träumt von der Hauptrolle als Gangster in einer Filmproduktion. Doch beim Casting fällt er durch, weil seine Sprache und sein Auftreten nicht überzeugen. Um an Glaubwürdigkeit in der Rolle zu gewinnen, nimmt er Kontakt zu jenen Gangstern auf, die wegen ihrer Raubzüge in den reichen Vierteln berüchtigt sind. Dabei gerät Sox immer tiefer in das gefährliche Milieu ...

Dieser äußerst realistisch, fast schon dokumentarisch inszenierte Gangsterfilm ist eine frühe Low-Budget-Arbeit des aus Südafrika stammenden Regisseurs und Drehbuchautors Oliver Schmitz, der später Komödien wie "Plötzlich berühmt" und "Allein unter Schülern" sowie den Thriller "Fleisch" fürs deutsche Fernsehen in Szene setzte. Mit viel Action und einigen komischen Einlagen schildert Schmitz das Leben in Südafrika nach dem Ende der Apartheid. Dabei stellt er dem Milieu der Gangster und ihrer Gangs das Leben der neuen, sich entwickelnden schwarzen Mittelschicht gegenüber. Zeitweise in Südafrika verboten, musste sich Schmitz wegen seiner authentischen Darstellung des Lebens in Johannesburg den Vorwurf der Nestbeschmutzung gefallen lassen.

Foto: ZDF/Black Forest Film/Michel Amathieu