Das Leben der bildhübschen Lucrezia Borgia, Tochter des Renaissance-Papstes Alexander VI., wird von ihrem diabolischen wie machthungrigen Bruder Cesare bestimmt, der sich zum Herrscher von Rom aufgeschwungen hat. Um seine eigene Macht zu sichern, treibt er seine Schwester in unglückliche Ehen, tötet den einzigen Mann, den sie liebt, und will sie zu einer erneuten Heirat zwingen. Außer sich vor Verzweiflung versucht Lucrezia schließlich, den Bruder umzubringen ...

Lucrezia Borgia (1480-1519) ist eine der am meisten in Verruf geratenen Frauen der Geschichte, obwohl man bis heute nicht so ganz weiß, was an den Legenden über sie wahr ist und warum die unglaublichen Schauergeschichten bis heute erzählt werden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Leben der Adeligen schon seit Beginn der Filmgeschichte schon vielfach in Szene gesetzt wurde. 1952 nahm sich der französische Regisseur Christian-Jaque ("Madame Sans Gêne", "Die schwarze Tulpe") nach dem gleichnamigen Roman von Cécil Saint-Laurent der Geschichte an, ohne jedoch auf historische Genauigkeit Wert zu legen. In der Titelrolle besetzte der Regisseur die schöne Martine Carol, die seit ihren recht freizügigen Oben-ohne-Aufnahmen in der Komödie "Im Anfang war nur Liebe" (1950) als Frankreichs neues Sexsymbol gefeiert wurde und die zwei Jahre später seine Ehefrau werden sollte. Doch die Ehe hielt noch nicht einmal fünf Jahre. An Carols Seite, die sich hier einmal mehr für damalige Verhältnisse recht freizügig gibt, überzeugt Pedro Armendáriz ("Spuren im Sand", "James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau") als Cesare Borgia.

Foto: MDR/Movieman