Kunsthändler Knobel hat es schon immer verstanden, Geschäfte mit der Leichtgläubigkeit seiner Mitmenschen zu machen. Seinen größten Coup landet der passionierte Fälscher allerdings, als er Sensationsreporter Willié die angeblichen "Hitler-Tagebücher" unterjubeln kann. Beide wittern das Geschäft ihres Lebens...

Eine gelungene Satire auf den größten Medienskandal der Bundesrepublik. Der als Fälscherkönig in die Geschichte eingegangene Plagiator Konrad Kujau hatte dem Stern-Magazin die angeblichen Hitler-Tagebücher verkauft. Als die Ente aufflog, blieb der Nation das Lachen im Halse stecken - so kunstvoll wurden Redakteure, Fachleute und die Öffentlichkeit eine Zeit lang hinters Licht geführt. Und alle fragten sich, wie konnte so etwas passieren. Was darf man überhaupt noch glauben? Götz George als Sensationsreporter Hermann Willié ist ein Erlebnis. Hier zeigt sich sein komödiantisches Talent von seiner besten Seite, weit weg von der festgefahrenen Figur des Kommissars Schimanski. Uwe Ochsenknecht als Fälscher Fritz Knobel gilt ebenfalls als Offenbarung. Der Zuschauer erlebt einen Schmierfinken von großer Leinwand- Präsenz.