Wichtiger Nährstoff

Eisen: Nicht nur für die Blutbildung wichtig

27.07.2026, 02.00 Uhr
Eisen ist essenziell für den Sauerstofftransport im Körper und unterstützt zahlreiche Funktionen wie den Energiestoffwechsel und das Immunsystem. Ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben.
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In vielen Nahrungsmitteln ist Eisen enthalten. Fotoquelle: Gettymages/fcafotodigital

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Hauptaufgabe von Eisen ist der Sauerstofftransport, weil es zentraler Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin ist. Eisen wird außerdem für das Muskelprotein Myoglobin benötigt, das Sauerstoff im Muskel speichert. Ohne genügend Eisen können rote Blutkörperchen nicht in ausreichender Menge gebildet werden – es droht eine Eisenmangelanämie.

Zudem ist Eisen an der Energiegewinnung in den Mitochondrien beteiligt und unterstützt damit den normalen Energiestoffwechsel. Für die Zellteilung und die Geweberegeneration ist es ebenfalls wichtig. Es gewährleistet des Weiteren normale kognitive Funktionen. Das Spurenelement ist auch wichtig für ein funktionierendes Immunsystem und die Abwehr von Krankheitserregern.

Ein Eisenmangel führt häufig zu Müdigkeit, Erschöpfung und verringerter körperlicher Leistungsfähigkeit. Der Mangel lässt sich unter anderem an Blässe, brüchigen Nägeln, Haarausfall, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit erkennen.

Gute Eisenquellen sind vor allem Fleisch und Innereien, aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und einige Gemüsesorten wie Mangold, Grünkohl oder Fenchel. Pflanzliches sogenanntes Nicht-Häm-Eisen wird schlechter aufgenommen als Häm-Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Vitamin C kann die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln deutlich verbessern. Kaffee, Tee und viel Kalzium zur Mahlzeit können wiederum die Eisenaufnahme im Darm hemmen.

Frauen haben in der Regel einen höheren Eisenbedarf als Männer. Wer Eisen supplementiert, sollte darauf achten, dass er nicht zu viel zuführt, denn eine Überversorgung kann Organe wie Leber und Herz schädigen. Der Körper kann Eisen nicht aktiv ausscheiden, daher ist die Regulation vor allem über die Aufnahme im Darm gesteuert. Eine gezielte Eisensupplementierung sollte idealerweise erst nach Blutuntersuchung und ärztlicher Empfehlung erfolgen.