prisma: Sami, deine neue Band The Sideshows vermischt auf dem selbstbetitelten Debüt vieles von dem, was du schon mit The New York Dolls und Hanoi Rocks gemacht hast, mit klassischem Melodic-Rock und anderen Vibes. Wie kam es dazu?
Sami Yaffa: Ich bin der Opa, der am liebsten Musik aus den 70ern und 80ern hört, während sich Rich Ragany, der die Musik zum großen Teil geschrieben hat, auch mit den von mir eher stiefmütterlich behandelten 90er-Jahren auskennt und sie zu schätzen weiß. Das hört man dann auch an seinen Songs. Meine Stücke sind da eigentlich immer sehr viel punkbasierter und simpler. Das Zeug von Rich hat mich total geflasht.
Und deshalb macht man direkt ein Album zusammen?
Da Rich ständig schreibt und ein ganzes Bündel an fertigen Songs in seinem Rucksack hatte, habe ich ihn eingeladen, zu mir nach Mallorca zu reisen und mein neues Studio mit diesen Songs auszuprobieren. Wir haben ein wenig gejammt, das Ganze klang gut, also beschlossen wir, dem Kind einen Namen zu geben.
Und der lautet “The Sideshows”. Das hat ein wenig von Understatement, oder?
Eigentlich gar nicht. Es gibt großartige Sideshows. Und wir sind mit Sicherheit ein Hingucker (lacht).
Die Bandgründung war in jedem Fall eine gute Entscheidung. Denn wenn man in das Album hineinhört, dann wird man umgehend vom Spaß, den die Musiker scheinbar während der Aufnahmen hatten, angesteckt. „The Sideshows“ ist auf wenig oberflächliche Art positiv und sorgt für gute Laune.
Ja, das gilt auch für uns. Diese Songs hatten das gewisse Etwas, daher wollte ich sie unbedingt aufnehmen und meinen Senf dazugeben.
Bleibt zu hoffen, dass das Publikum bald die Chance erhält, die Songs auf der Bühne zu erleben.
Die Stücke müssen auf die Bühne, weil es einfach Spaß macht, sie zu spielen. Wir planen die Tour gerade.
Album „The Sideshows“ ist jetzt im Handel