Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen den Regisseur Bryan Singer werden immer lauter. Nun soll sein Projekt "Red Sonja" auf Eis liegen.

"Das Projekt ist im Moment nicht auf dem Programm", erklärte eine Sprecherin der Firma Millennium Films laut "Variety". Bryan Singer sah sich zuletzt mit Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs konfrontiert. In einer ausführlichen Investigativstory ließ das amerikanische Magazin "The Atlantic" vier Männer zu Wort kommen, die Singer in den 90er-Jahren sexuell belästigt und mit denen er Sex gehabt haben soll. Während der zwölfmonatigen Recherche hatte die Zeitschrift mehr als 50 Quellen befragt.

Singers Anwalt Andrew Brettler wies alle Vorwürfe zurück und stritt die Schilderungen der vermeintlich Betroffenen ab. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass sich Singer verteidigen muss. Im Dezember 2017 wurde er kurz vor der Fertigstellung von "Bohemian Rhapsody" gefeuert, nachdem er wegen Vergewaltigungsvorwürfen verklagt worden war.

Die Anschuldigungen veranlassten zuletzt die britische Filmakademie, Bryan Singers BAFTA-Nominierung für "Bohemian Rapsody" zurückzuziehen. Der Film ist in fünf Kategorien für den Oscar nominiert. Es bleibt abzuwarten, ob auch die Verantwortlichen der Academy Awards reagieren.


Quelle: teleschau – der Mediendienst