Mit Felix Murot (Ulrich Tukur) im Schlafanzug fängt alles an. Der LKA-Ermittler wird vom Handyklingeln aus dem Schlaf gerissen und zu einer Geiselnahme in einer Bank gerufen. Was sich am Einsatzort abspielt, wirkt aber nicht real und stellt herkömmliche Sehgewohnheiten auf den Kopf. Scheint der Fall nämlich abgeschlossen, fängt er wieder von vorne an.

"Murot und das Murmeltier" ist kunstvoll angelegt und ein spannendes Filmexperiment, auch wenn es, wie der Titel verrät, eine amerikanische Vorlage für die albtraumhafte Geschichte gibt. Aber so großartig Ulrich Tukur den erst motivierten, dann genervten Ermittler spielt und so witzig, manchmal grotesk sich die Handlung entwickelt: Ein klassischer Krimi ist das nicht.

Zum Ende braucht es etwas Geduld, um abzuwarten, ob Murot die Dauerschleife der wiederkehrenden Tat lösen kann. Aber es lohnt sich.