Die Beziehung einer Mutter zu ihrer behinderten Tochter zerbricht am Konflikt zwischen mütterlicher Fürsorge und sexueller Selbstbestimmung des Mädchens.

Bereits in ihrem ersten Spielfilm "Nachbeben" porträtierte die Schweizer Regisseurin Stina Werenfels eine Familie in einer konfliktreichen Situation. Mit ihrem Drama "Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern" aus dem Jahr 2015 nahm sie sich darüber hinaus eines Tabuthemas an: Wie damit umgehen, wenn die geistig behinderte Tochter ihre Sexualität entdeckt? Ist es rechtens, einem Menschen seine Selbstbestimmung zu verwehren?

Die Rolle der geistig zurückgebliebenen Dora übernahm Victoria Schulz, die für diese Produktion das erste Mal vor der Kamera stand. Unterstützung erhielt sie von Lars Eidinger als ihrem Liebhaber Peter und Jenny Schily in der Rolle der besorgten Mutter. Ab wann ist jemand mündig, und wie geht man damit um, wenn ein Mensch nicht alle Auswirkungen seines Handelns abschätzen kann? Der Film wirft schwierige Fragen auf.


Quelle: teleschau – der Mediendienst