In einer zweiteiligen Dokumentation werden die Auswirkungen des Booms in der Förderung des Edelmetalls beleuchtet: In den vergangenen 15 Jahren wurde so viel Gold aus der Erde geholt wie in der gesamten Historie der Menschheit zuvor.

Seit Jahrhunderten gilt Gold als seltenes und sehr begehrtes Gut, aber auch als stabile Krisenwährung. Wenn die Nachfrage nach dem Edelmetall hoch ist, sagt das in der Regel nichts Gutes über die Weltwirtschaft und die Befindlichkeiten der Anleger aus. Doch längst wird nach Gold nicht nur geschürft, um Münzen und Barren zu prägen sowie Schmuck oder Zahnfüllungen daraus zu schmieden, es ist auch ein Schlüsselwerkstoff. Gold kommt etwa in der Feinelektronik zum Einsatz: So könnte sich das für die neue ARTE-Dokumentation titelgebende "Goldfieber" auch erklären lassen. In den vergangenen 15 Jahren wurde demnach mehr von dem Metall gefördert als in sämtlichen Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte zuvor. Doch oft klebt Blut an diesem Gold, und korrupte Staaten und verbrecherische Organisationen verdienen kräftig mit.

In dem zweiteiligen Film von Regisseur Denis Delestrac werden auch die fatalen ökologischen Folgen des fieberhaften Buddelns nach Gold und die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter beleuchtet. Außerdem geht es um die politischen und ökonomischen Folgen der neuen weltweiten Gier nach dem Gold. ARTE zeigt beide "Goldfieber"-Teile am Stück.


Quelle: teleschau – der Mediendienst