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Doku zeigt die größten Verschwörungstheorien der Geschichte

Die Mondlandung wurde in einem Studio gedreht und 9/11 war ein "inside job": Das glauben zumindest die Anhänger entsprechender Verschwörungstheorien. Eine ZDFinfo-Doku widmet den "sieben größten Verschwörungstheorien der Geschichte".

Das Corona-Virus wurde von China in die Welt gesetzt, wahlweise auch von den USA oder von Israel; ja gar von Feministinnen, um alte weiße Männer auszurotten oder von der Regierung, um eine Diktatur zu errichten: Verschwörungstheorien haben in Zeiten der Pandemie wieder Konjunktur. Wobei: Großer Beliebtheit erfreuen sich die Theorien, die sich meist um eine kleine verschworene Elite drehen, seit Jahrhunderten ununterbrochen.

Von den antisemitischen "Protokollen der Weisen von Zion" bis zum "inside job" der 9/11-Terroranschläge, von der gefälschten Mondlandung bis zu den Chemtrails: Es kursieren zahlreiche unglaubliche Verschwörungstheorien, deren gesellschaftliche Auswirkung von belächelnswert bis gefährlich reichen können. Eine ZDFinfo-Dokumentation versammelt nun "Die sieben größten Verschwörungstheorien der Geschichte" (Montag, 27. April, 20.15 Uhr).

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Als Mutter aller Verschörungstheorien gelten dabei wohl "Die Protokolle der Weisen von Zion", die seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Blaupause für antisemitische Anfeindungen jeglicher Couleur dienten. Die bereits Anfang der 30er-Jahre als Fälschung entlarvte Textsammlung soll die angebliche jüdische Weltverschwörung belegen. Von Nazis bis Islamisten diente sie seither Antisemiten weltweit als Rechtfertigung für ihren Judenhass.

Daneben wohl eine der bekanntesten Verschwörungstheorien: Die USA waren 1969 gar nicht auf dem Mond. Schließlich wehte die Fahne nicht im Mondwind. Auch waren die Videoaufnahmen der Theorie zufolge viel zu perfekt ausgeleuchtet, zudem läuft und springt man auf dem echten Mond doch ganz anders.

Überhaupt: Die USA stehen im Mittelpunkt vieler Verschwörungstheorien. So soll auch das World Trade Center am 11. September 2001 von der US-amerikanischen Regierung höchst selbst gesprengt worden sein. Das Internet platzt geradezu vor Pseudobeweisen für den 9/11-"inside job", der George W. Bush einen Kriegsgrund liefern sollte.

In eine ähnliche Kerbe schlägt die Pearl-Harbour-Verschwörung: Demnach wurden die Amerikaner vom Angriff der Japaner auf die US-Militärbasis am 7. Dezember 1941 nicht überrascht – sondern unternahmen nur nichts dagegen, um die Öffentlichkeit zu bewegen, dem Kriegseintritt der USA zuzustimmen.

Verschwörung glaubt an Auftragsmord an Lady Di

Oft sind Verschwörungstheorien aber nicht nur politischer, sondern auch persönlicher Natur, wie der Film zeigt. Meist stehen dabei Promis im Mittelpunkt. Etwa Elvis Presley, der die Vorlage für einen absoluten Klassiker liefert: Demnach lebt der – angeblich – 1977 verstorbene "King" seit über 40 Jahren unerkannt unter uns. Verschwörungstheoretiker haben es fast zu einem Volkssport gemacht, vermeintliche "Elvis-Sichtungen" im Internet zu veröffentlichen. 20 Jahre nach Elvis stirbt Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris. Bei einem banalen Unfall? Nicht aus Sicht der Verschwörungstheoretiker: Demnach musste Lady Di durch einen Auftragsmord sterben, weil sie nach der Trennung von Prinz Charles dem Ansehen des Königshauses schadete.

Ein weiterer Klassiker der Verschwörungen, der neben den Reptilienmenschen zu den eher belächelnswerten zählt: die Chemtrails. Also Kondensstreifen von Flugzeugen, die über unseren Himmel ziehen, aber nicht harmlos sind, sondern von bösen Mächten mit chemischen Stoffen angereichert werden. So verteilen sie sich gleichmäßig über unser Land. Was diese ominösen chemischen Stoffe bewirken, variiert von Verschwörungstheoretiker zu Verschwörungstheoretiker – meist sollen sie die Bevölkerung sedieren. In einem sind sie sich aber einig: Chemtrails sind böse.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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