"Story im Ersten"

Corona-Alarm auf der "MS Amera": ARD-Doku berichtet über die (Alb-)Traumreise

von Andreas Schoettl

Wegen der Corona-Pandemie darf die "MS Amera" nirgendwo anlegen. 18 Tage ohne Landgang müssen Crew und Passagiere ertragen. Wie es das Kreuzfahrtschiff zurück nach Deutschland geschafft hat, zeigt ein Film innerhalb der Reihe "Die Story im Ersten".

Es sollte eine Traumreise werden. Am 24. Februar ging die "MS Amera" der Phoenix Flotte mit insgesamt 568 Passagieren und 423 Crewmitgliedern an Bord auf große Fahrt. Ihre Route: verlockend. Von Argentinien ging es nach Uruguay und schließlich bis in das brasilianische Manaus mitten im Amazonasgebiet. Die Reise verlief zunächst prächtig. Wie sie doch beinahe zu einem Horrortrip werden konnte, zeigt Reportage von André Goerschel und Julia Jancsó. Im Rahmen von "Die Story im Ersten" ist sie am Montag, 27. April, 22.45 Uhr, zu sehen.

Noch ist die Stimmung bestens auf dem schneeweißen Urlauberschiff. Derweil schließen rund zweieinhalb Wochen nach dem Ablegen der Amera die Häfen in Europa, im Persischen Golf und in der Karibik. Die Angst vor Corona, Covid & Co. eskaliert fortan weltweit. Auch Kapitän Elmar Mühlebach sind die Hände gebunden. Brasilianische Behörden untersagen, das die Passagiere an Land gehen dürfen. Dabei gilt das Kreuzfahrtschiff nach zweimaliger und sehr intensiver Untersuchung als virusfrei.

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Es bleibt fortan nur noch der Weg zurück. 18 Tage ohne Landgang, 18 Tage ohne Warenaufnahme und Müllabgabe von Brasilien bis nach Bremerhaven stehen vor Mühlebach, dessen Crew und besorgten Passagieren. Die Autoren Goerschel und Jancsó zeigen in dem Beitrag, wie es gelingen konnte, dass bis zur rettenden Ankunft am 5. April in Deutschland eine Unruhe auf beengtem weitgehend verhindert werden konnte.

Beide Seiten, sowohl Besatzung als auch Passagiere, dachten sich während der langen Überfahrt ungewöhnliche Aktionen aus. Während der "Schiffsquarantäne" waren es die auch die letztendlich doch wohl umsorgte Gäste, die zu einem Spendenaufruf und einer Auktion aufriefen. Mehr als 40.000 Euro wurden für die Crew gesammelt. Der Betrag ging als Spende an den Crew Welfare Fund.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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