"Eine runde Sache"

"Toni, männlich, Hebamme": Ein schwuler Fußball-Profi wird Papa

von Hans Czerny

Die Frau eines Münchner Fußballers bekommt ein Kind und Hebamme Toni darf in der ARD-Reihe hinter die Kulissen der Glitzerwelt Profi-Fußball gucken.

ARD
Toni, männlich, Hebamme – Eine runde Sache
Komödie • 24.04.2020 • 20:30 Uhr

Nur widerwillig übernimmt der Münchner Geburtspfleger Toni Hasler (Leo Reisinger) in der neuen Folge "Eine runde Sache" der ARD-Freitagsreihe "Toni, männlich, Hebamme" die Geburtshilfe bei einer Spielerfrau. Kathy (Jessica Matzig), die Gattin des Nationalspielers und Weltmeisters "Walli" Wallner, macht es ihm mit ihren Allüren und den ihres Mannes nicht gerade leicht. Ganz zu schweigen von den Knebelverträgen, denen so ein Fußballprofi-Geburtshelfer für gutes Geld unterliegt: keine anderen Patienten zur Besuchszeit und vor allem keinen Kontakt zur Presse! Sonst droht eine Vertragsstrafe.

Spezl Franzl sieht schon die Schlagzeile "Toni Hasler – Der Müller-Wohlfahrt unter den Geburtshelfern" vor sich. Doch Toni verschafft sich bald den nötigen Respekt bei den Wallners, und als das Kind erstmal geboren ist, wird der Babyflüsterer für Kathy gar zum unverzichtbaren Berater. Die neue Freundschaft wird allerdings auf eine harte Probe gestellt, als Toni von einem gut gehüteten Geheimnis des von Artjom Gilz gekonnt gespielten Profis erfährt. Pinke Fußballschuhe geben einen ersten Wink. Wird sich Wallner etwa als "der erste schwule Fußballprofi" outen? Oder wird Wallner vom Vereinsmanager doch noch schnell "an die Westfalen, die Zweiter sind", verkauft?

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Wolke Hegenbarth war auch im echten Leben schwanger

Diese zur Humankritik neigende Geschichte von den Abgründen des grünen Rasens (Idee und Drehbuch: Sebastian Stojetz) wird allerdings durch eine Affäre der Praxiskollegin Luise (Wolke Hegenbarth) getoppt. Beabsichtigt die Gynäkologin doch allen Ernstes, den fiesen Manager Attinger (Marcus Mittermeier) zu ehelichen, der womöglich Wallner nur zum eigenen Zweck isolieren will!

Lacher sind hier mehrfach möglich und durchaus erlaubt, wenn es auch mitunter an satirischer Schärfe fehlt. Wolke Hegenbarth war übrigens beim Dreh wirklich schwanger und durfte – anders als beim vorherigen Film der Reihe – handlungsgemäß endlich Babybauch zeigen, was zweifellos auf ein Happy End verweist. Im September 2019 wurde Hegenbarth zum ersten Mal Mutter.

"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", wusste nicht nur Sepp Herberger. Das weiß auch Kathy Wallner, die Spielerfrau. Es ist wie im richtigen Leben.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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