Doku-Reihe von kabel eins

"Trucker Babes" in der Corona-Krise: Nudeln, Klopapier und Existenzängste

von Rupert Sommer

Für die "Trucker Babes" ist Home Office keine Option. Die Lkw-Fahrerinnen müssen trotz Corona auf die Straße. Wie sie die Krise meistern, zeigt kabel eins in einer Spezialausgabe der Kult-Reihe.

"Wir fahren weiter, weil Klopapier und Nudeln gebraucht werden", sagt Truckerin Manu, eine der unermüdlichen Autobahn-Heldinnen der "Trucker Babes"-Reihe auf kabel eins. Zusammen mit ihren TV-bekannten Kolleginnen (und unzähligen namenlosen Lkw-Lenkern draußen im Lande) leistet sie ihren Beitrag dazu, dass die Versorgung auch in Corona-Zeiten nicht zusammenbricht. Doch noch nie war ihr Dienst an den Mitmenschen so fordernd, strapaziös und einsam wie derzeit. Mit der neuen Sondersendung "Trucker Babes aktuell", die kabel eins am Sonntag, 26. April, um 20.15 Uhr, ausstrahlt, verneigt sich der Sender vor modernen Wohltäterinnen. Es sind Frauen, die nicht lange fackeln – und stattdessen Gummi geben.

Die Realität auf Europas Fernstraßen und Autobahnen könnte derzeit kaum bedrückender sein – auch wenn die überlebenswichtigen Versorgungspisten zwischen Ost und West sowie Nord und Süd derzeit weitgehend frei sind. Die taffen "Truckerinnen" Lissy, Manu, Tamara, Bettina und Jana aus der kabel-eins-Reihe haben derzeit nicht nur mit eigenen Gesundheits- und Existenzängsten, sondern mit extrem erschwerten Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Natürlich dürfen die gigantischen Räder, die sie über den Asphalt steuern nicht stillstehen. Doch die Wartezeiten an den quasi über Nacht wiedereingeführten innereuropäischen Grenzen sind quälend lang. Auch beim Abholen und Anliefern ihrer Waren dürfen die PS-Amazonen meist das Führerhaus ihrer Brummis nicht verlassen. Und an den wenigen noch offenen Autohöfen herrscht gähnende Leere. Autobahnraststätten sind geschlossen.

"Wir versorgen Deutschland mit Obst aus Südtirol", erzählt Lissy, die unter Kollegen und auch im Fernsehen den Beinamen "The Pink Lady" trägt. Sie steuert ihren Truck direkt aus dem Epizentrum der Krise im Norden Italiens nach NRW. Was Lissy belastet: Sie fährt zwar Äpfel aus Südtirol nach Norden, Ware für den Rückweg hat sie noch nicht. "Nur mit Rücklieferungen gibt es massive Probleme", klagt sie. "Das geht an die Substanz." Doch auch für sie gilt: Weitermachen, weiterfahren!

"Notfalls fahre ich auch Fäkalien"

Ähnlich resolut geht Tamara – das "Nordlicht" der Reihe – ihren Job an. "Wir haben gerade expandiert, jetzt müssen wir uns gerade in der Krise neue Aufträge sichern", sagt sie. Gerade erst hat sie zwei neue Zugmaschinen gekauft und zusätzliche Fahrer eingestellt. Doch die Existenz ihrer kleinen Spedition ist akut bedroht. Tamara bleibt jedoch zuversichtlich. Sie zieht einen Auftrag nach dem anderen an Land – auch bis an die physische wie psychische Schmerzgrenze.

Ausbremsen lässt sich Bettina ebenfalls nicht. In der "Trucker Babes"-Reihe kennt man sie als die "Schlagerlady". Normalerweise brettert sie mit lebender Fracht über die Straßen. "Es gibt derzeit fast keine Viehtransporte mehr", berichtet sie in der Sondersendung, die die "Trucker Babes" auf ihren Corona-Extremeinsätzen begleiten. "Aber ich lasse mich nicht unterkriegen", so Bettina. "Notfalls fahre ich auch Fäkalien." Kein Job ist ihr zu schmutzig, kein Weg zu weit.

Die "Trucker Babes"-Reihe zählt zu den beliebsteten kabel eins-Sendungen. Seit fünf Staffeln fahren die PS-Ladys herausragende Marktanteile von bis zu 8,1 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer ein.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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