Brad Pitt gewann bei den Oscars den Preis als bester Nebendarsteller, der südkoreanische Beitrag "Parasite" wurde als bester Film ausgezeichnet. Beides passte Donald Trump offenbar überhaupt nicht.

Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung erhielt Brad Pitt nicht nur seinen ersten Goldjungen als Schauspieler, sondern machte auch mit einem politischen Statement von sich reden. In seiner Dankesrede konnte er sich einen verbalen Seitenhieb gegen Donald Trump nicht verkneifen. "Wow, 45 Sekunden bekomme ich hier oben – das ist mehr als der Senat John Bolton gegeben hat", witzelte Pitt in Bezug auf das Impeachment-Verfahren gegen Trump, bei dem keine Zeugen angehört wurden. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Colorado schlug Trump nun zurück und nannte Brad Pitt "einen kleinen Schlaumeier". Zuvor hatte der 73-Jährige schon betont, er sei "nie ein Fan" des Schauspielers gewesen.

Auch zur Wahl von "Parasite" als "Bester Film" äußerte Trump seinen Unmut. "Wie schlecht war die Oscar-Verleihung dieses Jahr?", polterte der US-Präsident. Und weiter: "Der Gewinner ist ... ein Film aus Südkorea! Was zum Teufel sollte das?" Trump merkte an, mit Südkorea habe man wegen der Handelsstreitigkeiten genug Probleme. Die Wahl zum besten Film des Jahres könne er nicht nachvollziehen, erklärte Trump: "War der gut? Ich weiß es nicht." Stattdessen wünsche er sich "Vom Winde verweht" zurück.

Das Gesellschaftsdrama "Parasite" war der große Abräumer bei den Oscars. Als erster Film der Geschichte gewann der Film von Regisseur Bong Joon-ho sowohl den Preis als "Bester Film" als auch als "Bester internationaler Film". Außerdem wurde das Gesellschaftsdrama in den Kategorien "Beste Regie" und "Bestes Originaldrehbuch" prämiert.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH