Alec Baldwin schlüpfte wieder in die Rolle des US-Präsidenten. Donald Trump gefiel der Auftritt im US-TV gar nicht. Er sprach bei Twitter gar von "Vergeltung".

Am späten Samstagabend trat Donald Trump vor das Weiße Haus, um seine Ansprache zum Notstand zu wiederholen. So hatte es zumindest im amerikanischen Fernsehen den Anschein. Tatsächlich schlüpfte für die Show "Saturday Night Live" Schauspieler Alec Baldwin erneut in die Rolle des US-amerikanischen Präsidenten. Trump fasste die Parodie mit wenig Humor auf. In einem Wut-Post auf Twitter war sogar von "Vergeltung" die Rede.

"Ihr seht alle, warum ich diesen Notfall vortäuschen muss, oder?", hatte Baldwin zuvor in täuschend echter Trump-Maskerade geätzt. "Ich muss es tun, weil ich es will. Es ist wirklich einfach. Wir haben ein Problem. Drogen kommen durch keine Mauer in dieses Land." Der 60-jährige Schauspieler nahm mit der Parodie die umstrittene Notstandserklärung des US-Präsidenten vom Freitag aufs Korn. Das Kalkül des Staatsoberhaupts: leichter an Gelder zu gelangen, um den geplanten Mauerbau an der Südgrenze zu Mexiko vorantreiben zu können. Es ist derzeit das politische Aufregerthema schlechthin in den USA.

Kaum verwunderlich, dass Donald Trump die Satire missfiel. Auf Twitter vergriff sich der Präsident jedoch einmal mehr gewaltig im Ton: "Es ist nichts Lustiges am langweiligen 'Saturday Night Live' auf Fake News NBC!", schimpfte Trump. "Die Frage ist, wie kommen die Netzwerke mit solchen Anschlägen auf die Republikaner davon, ohne Vergeltung? Ebenso wie viele andere Shows? Sehr ungerecht und sollte untersucht werden."


Quelle: teleschau – der Mediendienst