Den Eurovision Song Contest 2017 haben auch am Samstagabend wieder Millionen Zuschauer vor dem Fernseher verfolgt. Sie wurden Zeuge, wie die deutsche ESC-Teilnehmerin Levina mit ihrem Song "Perfect Life" den vorletzten Platz belegte. Das liest sich ebenso ernüchternd, wie die Einschaltquoten im Ersten.

Im Schnitt haben 7,76 Millionen Zuschauer das Finale des ESC vor dem TV-Bildschirm verfolgt und dem Ersten einen Marktanteil von 31,5 Prozent beschert. Eine Quote, die an einem Samstagabend nur schwer zu erreichen ist. Und dennoch: Es war die schwächste Quote seit acht Jahren – und im Vergleich zum Vorjahr ein Verlust von über 1,5 Millionen Zuschauern.

"Natürlich bin ich total traurig"

Somit dürfte die Enttäuschung beim Sender ebenso groß gewesen sein, wie bei Sängerin Levina. "Natürlich bin ich total traurig – mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet", sagte die 26-Jährige nach ihrem vorletzten Platz. "Aber der ESC war eine wunderbare Erfahrung, die Vorbereitung und die Zeit hier in Kiew hat super Spaß gemacht."

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber versprach derweil das Ergebnis kritisch zu untersuchen. "Der Song 'Perfect Life' hatte beim Deutschen Vorentscheid zwei Drittel der Fernsehzuschauer überzeugt, in Europa hat das Lied die Herzen der Menschen nicht erreicht. Das hatten wir nicht erwartet. Wir stellen uns dem Ergebnis und werden es analysieren", so Schreiber.

Gewinner-Song im Video

Als 21. Teilnehmerin ist Levina am Samstag beim ESC ins Rennen gegangen und bekam am Ende sechs Punkte. Salvador Sobral, der Gewinner aus Portugal, bekam hingegen 758 Jury- und Zuschauerpunkte. Sehen Sie hier seinen Auftritt im Video: