Levina ist Deutschlands Hoffnung für den Eurovision Song Contest 2017. Wir haben mit ihr über Erwartungsdruck, Lampenfieber und die Stärken des Songs "Perfect Life" gesprochen.

Wie hoch ist der Erwartungsdruck?

Ich mache mir da keinen dollen Druck. Eine Platzierung in den Top 10 ist mein Wunsch. Ich habe eine positive Einstellung, lasse mich nicht verrückt machen und werde mein Bestes geben. Mein Ziel bei diesem grenzüberschreitenden Musikfest ist es, eine Performance abzuliefern, auf die ich stolz sein kann. Und wenn mein Auftritt im Saal und an den Bildschirmen gefällt, bin ich auf jeden Fall glücklich.

Kein Lampenfieber?

Klar habe ich Lampenfieber. Spätestens kurz vor dem Auftritt. Die Gelassenheit kommt vielleicht daher, dass ich schon so lange Musik mache. Ich habe das Gefühl, dass ich mich seit Jahren auf diesen Moment vorbereite. Es ist ja auch nicht so, dass für mich immer alles glatt lief. Es gab Enttäuschungen und Rückschläge, gerade wenn man für die Musik alles auf eine Karte setzt. Deswegen spüre ich jetzt eher so etwas wie Entspannung, weil jetzt alle Türen offen stehen. Das alles kam zwar rasend schnell, aber ich fühle mich absolut bereit dafür und freue mich sehr darauf.

Steht Ihr Leben jetzt kopf?

Es ist anstrengend, aber es ist eine sehr schöne Anstrengung. Vorher hatte ich viele Nebenjobs, die nichts mit Musik zu tun hatten, das ist genauso anstrengend. Jetzt mache ich all das, was ich immer machen wollte – und ich lebe meinen Plan A.

Was sind die Stärken des Songs "Perfect Life"?

Der Text ist stark, er hat eine positive Message mit einer klaren Botschaft: Keine Angst vor Fehlern haben. Wir können auch mit unseren Fehlern ein perfektes Leben aufbauen. Es ist ein motivierender Song, der zum Tanzen anregt.

Wie sieht der Countdown vor der großen ESC-Show aus?

Wir fliegen bereits am 4. Mai nach Kiew. Vor Ort stehen viele Proben an. Momentan versuche ich, meine Stimme ein wenig zu schonen, gehe aber mit einem Team den Song mit Akribie durch, um noch mehr Emotionen zu vermitteln. Zwei Stunden vor dem Auftritt stehen Make-up und die Haare an, dann das Einsingen. Ich werde versuchen runter zu kommen und mich dann auf den großen Moment auf der Bühne freuen. Der geht eh’ viel zu schnell vorbei.

Matthias M. Machan führte das Interview.