Wer aus dem Nichts heraus mit seinem ersten ziemlich wahnwitzigen Film mehr als 2,2 Millionen Kinozuschauer in Deutschland begeistert, hat vieles richtig gemacht. "Hangover" (2009) war ein Sensationserfolg. Auch beim zweiten Mal gelang der Coup: Die Nachfolge-Komödie stand ihrem Erstling beim anarchischen Humor, in ihrer Tabulosigkeit und der generellen Maßlosigkeit in kaum etwas nach und verdoppelte das Ergebnis an den deutschen Kinokassen noch einmal fast.

"Hangover 3" (2015), den ProSieben nun zur Primetime wiederholt, blieb mit etwas mehr als drei Millionen Besuchern leicht hinter den Erwartungen zurück – auch weil Regisseur und Autor Todd Phillips etwas an der Erfolgsformel geschraubt hatte.

Natürlich ist das alte "Wolfsrudel" – dargestellt von Bradley Cooper, Ed Helms, Justin Bartha und dem unnachahmlichen Fusselbart-Träger Zach Galifinakis – wieder versammelt. Und natürlich stolpert die mittlerweile etwas gesetztere Männerclique wieder von einem haarsträubenden, potenziell lebensgefährlichen Missgeschick ins andere – erneut hat es sie ins Sündenbabel Las Vegas verschlagen.

Doch diesmal geschieht alles ziemlich nüchtern – von Katerstimmung keine Spur. Somit ist der dritte Aufguss des irren Cocktails auch eher eine klassische Gangster-Actionkomödie als der übliche wirre Alkohol- und Drogentrip durch eine Lieber-nicht-so-genau-nachfragen-Nacht.


Quelle: teleschau – der Mediendienst