Neue Sky-Serie

"Moonbase 8": Der Humor ist trockener als der Staub in der Wüste

von Andreas Fischer

Drei Möchtegern-Astronauten im Trainingscamp in der Wüste: In der neuen Sky-Serie "Moonbase 8" stolpern die Protagonisten von einer absurden Situation in die nächste.

Der eine will sein verkorkstes Leben in Ordnung bringen, der nächste das Wort Gottes ins Weltall tragen, der dritte endlich die Fußstapfen seines Vaters ausfüllen: Ihr großes Ziel sehen Skip (Fred Armisen), Rook (Tim Heidecker) und Cap (John C. Reilly) jede Nacht am Himmel über Arizona. Bevor sie jedoch zu ihrem Sehnsuchtsort aufbrechen können, müssen die Möchtegern-Astronauten üben: Sky schickt sie ab 19. Januar in die Wüste, wo sie sich in der "Moonbase 8" auf den Ernstfall vorbereiten.

Dass die drei immer wieder an sich selbst scheiternden Existenzen jemals zum Mond aufbrechen, ist freilich sehr unwahrscheinlich. Daran lässt die sechsteilige Showtime-Comedyserie zu keiner Zeit Zweifel. Die Männer-WG ist gnadenlos ungeeignet, stolpert von einer absurden Situation in die nächste: Skorpione im Helm, kein Wasser im Tank, Heimweh – und was Scott Armstrong mit dem Mond zu tun hat, wird für immer ihr Geheimnis bleiben. Da hilft die Unterstützung vom NFL-Star und Superbowl-Champion Travis Kelce von den Kansas City Chiefs, der sich in seiner ersten TV-Rolle selbst spielt, nicht viel.

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Der Humor ist trockener als der Staub in der Wüste Arizonas – und auch ziemlich abgedriftet. Bei den Gags zünden längst nicht alle Raketenstufen. Dennoch ist "Moonbase 8" nicht nur für Liebhaber psychologischer und wissenschaftlicher Spitzfindigkeiten gemacht, sondern eine großherzige Auseinandersetzung mit allzu menschlichen Makeln, die sich die drei Hauptdarsteller zusammen mit Regisseur Jonathan Krisel selbst ausgedacht haben.

Den Jungs in der Blase dabei zuzusehen, wie sie den Blick sehnsuchtsvoll gen Himmel richten und doch nur an ihren eigenen, ziemlich irdischen, Probleme scheitern, ist ein gebrochenes Versprechen auf vielen Ebenen. In "Moonbase 8" gibt es kein Weltall, keine Science-Fiction, nicht mal echte Astronauten. Dass die Jungs je für die NASA abheben, ist jedenfalls ziemlich ausgeschlossen. Unterhaltsam ist es trotzdem, ihr verbissenes Training zu beobachten.

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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