"Ruhe! Hier stirbt Lothar"

Der Tod lässt sich nicht planen

19.01.2021, 09.34 Uhr
von Sarah Schneidereit
Lothar Kellermann erfährt von seinem Arzt, dass er todkrank ist.
Lothar Kellermann erfährt von seinem Arzt, dass er todkrank ist.  Fotoquelle: ARD/WDR/Gordon Timpen

Jens Harzer spielt im ARD-Mittwochsfilm am 27. Januar den kaltherzigen Lothar, der sich zum Menschenfreund wandelt.

Lothar Kellermann ist bei seinen Mitmenschen wahrlich nicht der beliebteste Zeitgenosse. Kein Wunder, er liebt nur die marokkanischen Fliesen, die er verkauft, und seinen Hund. Sonst hat er niemanden, der ihm nahesteht. Als bei Lothar eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird, gibt er natürlich anderen dafür die Schuld. Sein Hund kommt ins Tierheim, und Lothar vermacht diesem auch sein ganzes Vermögen.

Was der Hauptcharakter in der Tragikomödie "Ruhe! Hier stirbt Lothar" jedoch zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Es handelt sich um eine Fehldiagnose. Der Tod lässt noch länger auf sich warten. Und so steht Lothar auf einmal ohne Haus, Hund und Geld da – vollkommen allein und mittellos. Er muss in ein Leben zurückkehren, in dem niemand auf ihn wartet, und ist auf die Hilfe anderer angewiesen. Rosa (Corinna Harfouch) begleitet Lothar mit ihrer warmherzigen Direktheit auf dem Weg zurück ins Leben.

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Regisseurin Hermine Huntgeburth inszeniert das Drehbuch von Ruth Toma mit viel Herz und Humor. Die Zuschauer sehen einen Misantrophen, der sich um 180 Grad wandelt. Die Geschichte erinnert ein wenig an die des kaltherzigen Ebenezer Scrooge in Charles Dickens‘ Weihnachtsgeschichte. Jens Harzer, der Lothar Kellermann spielt, ist vielen Zuschauern kein Unbekannter: In der erfolgreichen Serie "Babylon Berlin" verkörpert.

TV-TIPP

  • "Ruhe! Hier stirbt Lothar"
  • Mittwoch, 27. Januar
  • 20.15 Uhr
  • ARD

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