Film in der ARD

"Reiterhof Wildenstein – Neuanfang": Wird Papas Lebenswerk zerstört?

von Hans Czerny

Schwere Zeiten für Rike Wildenstein, die Erbin des "Reiterhofs Wildenstein": Ein Herr vom Ordnungsamt will das Gestüt schließen und ihr Bruder hat einen wertvollen Zuchthengst entwendet.

ARD
Reiterhof Wildenstein – Neuanfang
Drama • 16.10.2020 • 20:15 Uhr

Über vier Millionen Zuschauer schalteten im vergangenen Jahr ein. Jetzt findet die Freitagsreihe "Reiterhof Wildenstein" im Ersten rund um die Pferdeflüsterin Rike Wildenstein ihre verdiente Fortsetzung. Wieder mit dabei ist auch Helmfried von Lüttichau (ehemals "Hubert und Staller") als Tierarzt Dr. Georg Stadelmeier. Die zweite neue Folge (Titel: "Der Junge und das Pferd") wird am Freitag, 23. Oktober, ebenfalls um 20.15 Uhr zu sehen sein.

Rike (Klara Deutschmann), soeben aus Arizona zurückgekehrt, um das Gut ihres Vaters in Ordnung zu bringen, sieht sich dabei allerlei Widrigkeiten ausgesetzt. Äußerst schroff gebärdet sich etwa ein Herr vom Ordnungsamt (Fritz Egger), der den Umgang der Mitarbeiter genauso bemängelt wie den Schimmelpilz im Stall. Gut, dass Rike den Ton des Beamten zu entschärfen versteht und ihren Reitschülern zugleich den sanften Umgang mit den Pferden lehrt. Inmitten aller Turbulenzen behält Rike, von Klara Deutschmann so einfühlsam wie Robert Redford gespielt, jedenfalls die Nerven.

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In der roten Karojacke sieht man sie eingangs durch die Flur reiten, eine Horde Reitlehrlinge hinter sich. Schade nur, dass dieses Glück nicht lange dauert. Hengst Leo schüttelt beim Geräusch eines Automotors seinen Reiter ab und galoppiert wiehernd davon. Während Rike Anweisungen über den einfühlsamen Umgang mit den ihr anvertrauten Pferden gibt, geht sie ihr Bruder Ferdinand (Shenja Lacher) eigentümlich störrisch an. Er sucht nicht nur das Weite, sondern nimmt auch gleich das beste Pferd im Stall mit.

Er ist es auch, der Rike vor ihren therapeutischen Methoden warnt und sie bezichtigt, "Papas Lebenswerk" kaputtzumachen. Rechtzeitig allerdings kreuzt Tante Michi in Gestalt der Michaela May mit dem Deux Chevaux und schräg gestellter Schirmmütze auf, um weiteres Ungemach zu vermeiden.

Das ist bisweilen schon recht sperrig konstruiert, nichts ist da mehr geblieben von den Sommerszenen der vielfach fortgesetzten "Mädels vom Immenhof". Es geht ums Überleben auf der Pferdekoppel, ein ruppig-rauer Ton herrscht vor. Der wirkt besonders bei den "Feinden" reichlich aufgesetzt. Drehbuch und Regie (Andrea Stoll, Teresa Hoerl) wollten offensichtlich in den neuen Folgen dem Pferdeidyll um jeden Preis entgehen. Die Welt auf dem Reiterhof ist umstellt von Amtsschimmeln und Familienintriganten. Das wirkt recht konstruiert und wenig gelassen. Derzeit werden – trotz Corona – bereits die Folgen fünf und sechs der Pferdesaga gedreht.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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