Das Sterben soll sanft und schmerzlos geschehen. Doch welche extreme Situation rechtfertigt den Wunsch, das Leben selbstbestimmt zu beenden?

Drei von vier Deutschen wünschen sich, möglichst selbstbestimmt zu sterben. Gegebenenfalls würden sie Umfragen zufolge auch Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Doch anders als in Ländern wie der Schweiz oder dem sehr liberalen Belgien, wo eine aktive Sterbehilfe vor fünf Jahren sogar auf Minderjährige ausgeweitet wurde, gilt die Freitodbegleitung in Deutschland als verboten. Wie es in dem Film von Philipp Engel, "Wie selbstbestimmt darf ich sterben?", der nun im Rahmen der ARD-Reihe "Echtes Leben" zu sehen ist, heißt, sei hierzulande nur etwa die indirekte Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Bei dieser lindern starke Medikamente Schmerzen und beschleunigen als Nebenwirkung den Eintritt des Todes.

Doch ist diese restriktive Regelung in Deutschland noch zeitgemäß, wenn es laut einem Urteil vom März 2017 Schwerstkranken in Ausnahmefällen möglich sein muss, todbringende Medikamente zu erhalten, diese Praxis vom Bundesgesundheitsministerium aber verhindert wird?

Filmautor Engel geht dieser schwerwiegenden Frage mit gebührender Vorsicht nach. Krebspatienten, die austherapiert sind oder Menschen mit Multipler Sklerose, die sich nicht mehr bewegen können, kommen bei ihm ebenso zu Wort wie Mediziner, die vor den ethischen Gefahren einer aktiven Sterbehilfe warnen.

Sendung verpasst? Die Doku ist für einen begrenzten Zeitraum auch in der Mediathek verfügbar.


Quelle: teleschau – der Mediendienst