ARD, ZDF, MagentaTV: So läuft die Fußball-WM 2026 im Fernsehen
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird ein Turnier der Superlative: 39 Tage dauert die WM und damit deutlich länger als die drei Ausgaben zuvor mit 29 bis 32 Tagen. Mit 48 Mannschaften ist das Teilnehmerfeld so groß wie nie, gespielt wird in drei riesigen Gastgeberländern und insgesamt vier Zeitzonen. Wer in Deutschland alle 104 Partien verfolgen möchte, benötigt einen Zugang zu Magenta TV. Alle Spiele der deutschen Mannschaft sowie insgesamt 60 Begegnungen laufen aber auch bei ARD oder ZDF. Die WM in Kanada, Mexiko und den USA beginnt am Donnerstag, 11. Juni, und endet am Sonntag, 19. Juli, mit dem Finale in New Jersey. Die 104 Spiele werden in 16 Stadien ausgetragen. Davon finden 78 Partien in elf Stadien in den USA statt. In Mexiko (drei Stadien) und Kanada (zwei Stadien) gehen jeweils 13 Partien über die Bühne.
WM 2026 im TV: ZDF eröffnet mit Mexiko gegen Südafrika
Das Eröffnungsspiel der WM, die Partie von Co-Gastgeber Mexiko gegen Südafrika (Anpfiff 21.00 Uhr in Mexiko-Stadt) überträgt am 11. Juni das ZDF. Den WM-Countdown ab 17.15 Uhr moderieren Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer aus dem ZDF-WM-Studio im Berliner Zollernhof. Beiträge, Schaltgespräche und Talks stimmen aufs bevorstehende Turnier ein. Beim Auftakt mit dabei ist die ZDF-Expertenriege mit den 2014er-Weltmeistern Per Mertesacker und Christoph Kramer sowie mit Trainerin Friederike Kromp und ZDF-Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer.
Der erste WM-Anstoß im Ersten ist die Partie Kanada gegen Bosnien-Herzegowina am Freitag, 12. Juni, 21.00 Uhr. Auch das Erste hat seine TV-Mannschaft längst nominiert: Die Moderatoren Alex Schlüter, Esther Sedlaczek, Alexander Bommes und Lea Wagner begrüßen als Experten Bastian Schweinsteiger, Almuth Schult, Thomas Broich und Neuzugang Robin Gosens.
MagentaTV holt Klopp, Müller und Hummels zur WM 2026
Die prominenteste und wohl auch teuerste WM-Riege findet sich bei MagentaTV. Johannes B. Kerner führt durch die Sendung. Laura Wontorra begrüßt als Experten – in der Regel vor Ort an den Spielorten – Thomas Müller, Mats Hummels und Jürgen Klopp. Wolff Fuss wird zumindest alle Deutschland-Spiele bei MagentaTV live kommentieren.
Deutschland bei der WM 2026: Termine, Gegner und Sender
Die drei Vorrunden-Partien der Gruppe E der deutschen Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann:
Sonntag, 14. Juni, Deutschland – Curaçao, 19 Uhr (ARD) Samstag, 20. Juni, Deutschland – Elfenbeinküste, 22 Uhr (ZDF) Donnerstag, 25. Juni, Ecuador – Deutschland, 22 Uhr (ARD)
Die Gruppe E scheint "auf dem Papier" gut zu bewältigen: Außenseiter Curaçao nimmt zum ersten Mal an einer WM teil, Ecuador und die Elfenbeinküste sind solide, gelten aber nicht als Topfavoriten. Deutschland, das in der Reihenfolge in Houston, Toronto und New York/New Jersey antritt, dürfte als klarer Gruppenfavorit gehandelt werden. Als Sieger der Gruppe E würde Deutschland sein Sechzehntelfinale am Montag, 29. Juni, um 22.30 Uhr, deutscher Zeit in Boston bestreiten. Der Gegner wäre dann ein noch unbekannter Gruppendritter – aus den Gruppen A, B, C, D oder F. Im Falle eines Weiterkommens der deutschen Nationalmannschaft gibt es live im ZDF das deutsche Sechzehntel- und Viertelfinale, die ARD zeigt ein Achtel- und Halbfinale mit deutscher Beteiligung live.
Anstoßzeiten und Spielorte der WM 2026: Das müssen Fans wissen
Da das Turnier in vier Zeitzonen ausgetragen wird, müssen sich Fans in Deutschland auf Anstoßzeiten am späten Abend oder in den frühen Morgenstunden einstellen. Es wird während des Turniers 16 verschiedene Anstoßzeiten geben. Die Spanne reicht von 19.00 Uhr bis hin zu 06.00 Uhr morgens. Die meisten Top-Spiele der Gruppenphase finden jedoch zwischen 21 Uhr und 1 Uhr deutscher Zeit statt.
Die mexikanischen Spielorte sind Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey. Auf kanadischem Boden wird in Toronto und Vancouver gekickt. Die US-amerikanischen Austragungsorte sind New York/New Jersey, Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Kansas City, Los Angeles, Miami, Philadelphia, Seattle und San Francisco/Santa Clara.
WM-Modus 2026: So funktioniert das neue Sechzehntelfinale
Die 48 Teams werden auf zwölf Gruppen à vier Mannschaften verteilt. Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe sowie die acht besten Gruppendritten ziehen ins neue Sechzehntelfinale ein – die K.o.-Phase beginnt also mit 32 Teams. Das bedeutet: Von 48 Mannschaften scheiden in der Gruppenphase nur 16 aus. Neu ist, dass durch die zwölf Gruppen mehr Mannschaften eine Chance auf das Weiterkommen haben: Wer Dritter wird, ist noch nicht automatisch ausgeschieden, sondern kann darauf hoffen, einer der acht besten Gruppendritten zu sein. Die Chance auf das Weiterkommen ist damit deutlich größer als bei früheren Weltmeisterschaften. Ab dem Sechzehntelfinale gibt es nur noch K.o.-Spiele.
Public Viewing zur WM 2026: Warum viele Fanmeilen kleiner ausfallen
Aufgrund der oft späten oder sogar nächtlichen Anstoßzeiten, wird Public Viewing diesmal voraussichtlich ungewöhnlich "klein" ausfallen. Public Viewing ist zwar grundsätzlich auch diesmal möglich, das ganz große gemeinschaftliche Fußballfest auf öffentlichen Fanmeilen mit Zehntausenden wird 2026 aber weitgehend nicht stattfinden. Zahlreiche Städte haben große öffentliche Veranstaltungen abgesagt – darunter Hamburg, Berlin und die großen Städte in Nordrhein-Westfalen wie Köln, Düsseldorf und Dortmund. Auch München, Nürnberg und die anderen bayerischen Großstädte verzichten auf offizielles Public Viewing. Als Gründe werden neben den Anstoßzeiten auch schwindendes Interesse genannt. Kleinere Ausnahmen gibt es vereinzelt: In Recklinghausen dürfen bis zu 7.500 Zuschauer Spiele bis 22 Uhr gemeinsam verfolgen, in Hückelhoven bis zu 3.000.
Das Gros der Public-Viewing-Angebote liegt in privater Hand – oft mit Eintrittsgeld. Eine Bundesverordnung erlaubt dabei Ausnahmen vom Lärmschutz, sodass Übertragungen bis tief in die Nacht möglich sind. Zu den größten privaten Events zählen das Freigelände der Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen mit bis zu 40.000 Plätzen und die Arena auf Zeche Ewald in Herten für bis zu 10.000 Besucher. Wer die WM trotzdem in Gemeinschaft erleben möchte, weicht am besten auf Biergarten oder Kneipe aus – und sollte sich rechtzeitig um einen Platz kümmern.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH