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Sebastian Pufpaff über Stefan Raab: Darum krachte es hinter den Kulissen von "TV total"

09.06.2026, 15.14 Uhr
Sebastian Pufpaff verabschiedet sich mit "TV Total" in die Sommerpause. Seit 2021 moderiert er die Kult-Show, die einst von Stefan Raab erschaffen wurde. Anfangs gab es jedoch Differenzen zwischen den beiden Moderatoren.

Dass Sebastian Pufpaff später einmal im Fernsehen landen würde, hätte man sich bei diesem ungewöhnlichen Nachnamen fast schon denken können. Denn Pufpaff ist nicht etwa der Künstlername des Komikers und Moderators, so heißt Malte Sebastian Pufpaff wirklich. Der ungewöhnliche Name soll auf einen hanseatischen Schwarzpulverhändler zurückgehen. Wiedererkennungswert hat er allemal.

Sebastian Pufpaff privat: Frau, Kinder und Wohnort

Geboren wurde Sebastian Pufpaff am 15. September 1976 in Troisdorf bei Köln. Aufgewachsen ist er in Rheinbreitbach in Rheinland-Pfalz. Anschließend zog es ihn für das Studium über Frankfurt am Main nach Bonn. In der Region, genauer gesagt in Bad Honnef, lebt er auch heute noch mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern.

Parallel zum Studium begann Pufpaff Anfang der 2000er-Jahre, beim Fernsehen zu arbeiten. Ab 2001 war er in der RTL-Nachrichtenredaktion tätig, zwischen 2004 und 2005 moderierte er Produkte im RTL-Shop. Doch er fand schnell seinen Weg ins Komödienfach. 2004 gründete er gemeinsam mit Henry Schumann und Maxim Hofmann das Kabarett-Trio "Das Bundeskabarett".

Kabarett, Satire und Tagespolitik: Sebastian Pufpaffs Weg im Fernsehen

In den 2010er-Jahren entschied sich Pufpaff, wieder solo aufzutreten. Es folgten mehrere Auftritte bei "Mitternachtsspitzen", "Nightwash", "nuhr im Ersten" oder "heute-show". 2011 ging er mit seinem ersten Bühnenprogramm "Warum!" auf Tour. Es folgten "Auf Anfang" (2015) und "Wir nach" (2019).

Ab 2013 bot Pufpaff in "Pufpaffs Happy Hour" auf 3sat Kabarettistinnen und Kabarettisten eine Bühne. Die Show moderierte er bis November 2021, danach übernahm Kollege Till Reiners, der die Sendung als "Till Reiners Happy Hour" weiterführte. 2015 kam die Satire-Sendung "3. Stock links. Die Kabarett-WG" in der ARD hinzu, die er zusammen mit Maike Kühl und Hannes Ringlstetter moderierte.

Während der Corona-Pandemie nutzte Pufpaff die Zwangspause für ein eigenes Projekt. Unter dem Titel "Noch nicht Schicht" produzierte er zwischen Frühjahr 2020 und Sommer 2021 insgesamt 118 satirische Kurzfolgen für das ZDF und 3sat. Darin griff er tagesaktuelle Themen auf, oft nur sieben bis acht Minuten lang. Für das Format erhielt er 2021 den Grimme-Preis.

Sebastian Pufpaff spricht über Konflikte mit Stefan Raab hinter den Kulissen

Ein weiterer großer Karriereschritt folgte im Herbst 2021: Am 10. November kehrte die Kult-Show "TV Total" zurück – allerdings ohne Stefan Raab vor der Kamera. Stattdessen übernahm Pufpaff die Moderation. 2023 erhielt er dafür den Deutschen Fernsehpreis. Im Podcast "Zwischen den Zeilen" von Bettina Böttinger erzählte er im Januar, dass es bei der "Übernahme" durchaus Diskussionen über die Ausrichtung von "TV total" gab.

Als Pufpaff 2021 als "TV total"-Moderator begann, habe "derjenige, der für diese Sendung stand, damals auch schon ein klares Bild gehabt, wie diese Sendung wieder aus der Asche emporsteigen sollte", berichtete der Comedian, zunächst ohne einen Namen zu nennen. Weiter erklärt er: "Da haben wir beide komplett andere Ansätze – gerade auch was den Humanismus anbelangt."

Sebastian Pufpaff verriet weiter: "Da sind wir dann tatsächlich extrem oft auch aneinander gerasselt, weil ich meine, dass 'TV total' eine Auffrischung verdient hatte." Den früheren Ansatz einfach zu kopieren, "das wollte ich nicht", stellt er klar. "Seitdem wir uns darauf geeinigt haben, dass wir für unterschiedliche Teams spielen – also Herr Raab jetzt für RTL und ich für ProSieben, Herr Raab für seine Produktionsfirma und ich sehr, sehr gut gelaunt und dankenswert teilweise für Brainpool -, seitdem läuft es sehr, sehr gut", sagt er.

Stefan Raab hatte "TV total" 1999 ins Leben gerufen und bis zu seiner TV-Pause im Jahr 2015 als Moderator geprägt. Von 2021 bis 2023 arbeitete er dann noch als Produzent an dem wiederbelebten ProSieben-Format mit, ehe 2023 der gemeinsame Vertrag von Brainpool und Stefan Raab auslief. Brainpool behielt die Rechte an "TV total", Raab startete 2024 bei RTL ein Comeback vor der Kamera.

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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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