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"Das Wunder von Manhattan": Hommage an das Fest der Liebe

03.12.2022, 09.47 Uhr
von Jasmin Herzog

Kriss Kringle hält sich für den Weihnachtsmann. Aber ist er es wirklich? "Das Wunder von Manhattan", der charmante Weihnachtsklassiker, antwortet mit einem entschiedenen "Vielleicht".

VOX
Das Wunder von Manhattan
Drama • 03.12.2022 • 20:15 Uhr

Es gibt Fragen, auf die muss es nicht zwangsläufig eine Antwort geben. Das legt der Film "Das Wunder von Manhattan" nahe. VOX wiederholt nun, der Jahreszeit gemäß, die märchenhafte Komödie aus dem Jahre 1994, bei der die Existenz des Weihnachtsmannes hinterfragt wird. Ob es den Herrn mit dem Rauschebart nun gibt oder nicht, spielt am Ende gar keine Rolle. Wichtiger ist, woran ein Mensch glaubt.

"Obwohl wir in Gott vertrauen, haben wir keinen Beweis für die wahre Existenz von Gott. Genauso wenig haben wir einen Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz des Weihnachtsmannes." Die weisen Worte des Richters aus "Das Wunder von Manhattan" lassen offen, ob der Zuschauer in Kriss Kringle (Richard Attenborough) nun den Santa Claus sehen will oder nicht. Der Mann mit dem auffälligen Bart, der in einem Einkaufstempel arbeitet, um im rot-weißen Kostüm die Menschen zum Geldausgeben zu animieren, wird angeklagt, Lügen zu verbreiten.

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Denn eigentlich interessierte sich niemand für den komischen, alten Kauz, der sich wahrhaftig für den Weihnachtsmann hält. Besonders Dorey Walker (Elizabeth Perkins), Werbechefin des Kaufhauses Cole, ist einfach nur glücklich darüber, dass seit der Einstellung des Mannes das Geschäft brummt. Aber die Konkurrenz schläft nicht, will den netten Herrn loswerden – und bringt ihn wegen seiner wundersamen Aussagen vor Gericht. Doch bevor Kringle an den Pranger gestellt wird, verspricht er Susan (Mara Wilson), der Tochter von Dorey Walker, ihr einen Vater, ein Haus und einen Bruder zu besorgen.

Das Remake des mit drei Oscars bedachten Weihnachtsklassikers aus dem Jahre 1947 wurde weltweit ein beachtlicher Erfolg. Zwar kann der Film nicht den gleichen Charme wie das Original entfalten, bleibt aber eine liebevolle Hommage an das Fest der Liebe. Richard Attenborough (2014 im Alter von 90 Jahren verstorben) als herrlich schrulliger Santa ist derart zu Herzen gehend, dass zeitweise außer Frage steht, ob es den Weihnachtsmann nun gibt oder nicht.

Ihre bislang letzte Kinorolle spielte die mittlerweile 35-jährige Mara Wilson ("Matilda") im Jahre 2000 im wenig erfolgreichen Kinderfilm "Thomas, die fantastische Lokomotive". Sieben Jahre alt war sie, als "Das Wunder von Manhattan" gedreht wurde. Ihr Karrierestart als Kinderstar, erinnerte sie sich in Interviews, habe sich eher negativ auf ihr Leben und ihre Entwicklung ausgewirkt: "Nicht viele Kinderstars schaffen es, Hollywood lebend oder gesund zu überstehen", resümierte sie. Die gebürtige Kalifornierin schloss zwar 2009 ein Schauspiel- und Theaterstudium an der New York University ab, nach dem frühen Verlust ihrer Mutter und folgenden Depressionen verabschiedete sie sich jedoch von der Leinwand. Inzwischen arbeitet sie vor allem als Autorin und Synchronsprecherin.

Das Wunder von Manhattan – Sa. 03.12. – VOX: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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