ZDF zeigt Sylt-Krimi mit Peter Heinrich Brix: Sievers ermittelt im mysteriösen Geisterhaus
So ein Reetdachhaus einfach mal abfackeln zu können, davon träumt mancher bei der Sylter Feuerwehr. Nur selten bekommt sie Gelegenheit, die ebenso pittoresken wie teuren Hütten der deutschen Edel-Insel zu Trainings- und Schulungszwecken in eine Feuersbrunst zu verwandeln. In "Sievers und das Geisterhaus", eine Episode aus der immens erfolgreichen ZDF-Reihe "Nord Nord Mord" vom Dezember 2024, muss das Vorhaben der Brandlöscher aber erst mal gestoppt werden, als Feuerwehrchef Bosse Iwersen (Thomas Niehaus) bei einer letzten Begehung des Hauses eine relativ frische Frauenleiche entdeckt. Warum hat sie sein Kollege Kjell Lassen (Lasse Myhr), der den eigentlich finalen Rundgang machen sollte, davor nicht gesehen?
Die Sylter Kommissare Carl Sievers (Peter Heinrich Brix), Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver K. Wnuk) stellen bald fest, dass es sich bei der Toten um die designierte neue Inselschreiberin Silke Kasper handelt. Die Sylterin war kurz nach dem Abitur nach Berlin gegangen und sollte nun in ihre Heimat zurückkehren. Hatte jemand etwas dagegen?
Verdächtiger Feuerwehrmann gerät ins Visier der Ermittler
Welche alten Wunden sind hier aufgebrochen? Und warum haben so viele, die sich im alten Reetdachhaus umtun, das Gefühl, als würde es hier spuken? Aus der Ferne scheint man Stimmen zu hören. Hin und wieder fallen einfach mal Kacheln wie durch Geisterhand von der Wand. Die Ermittlungen laufen in verschiedene Richtungen: Ramona Reuber (die am 8. Dezember 2024 verstorbene Lilly Forgách), Besitzerin des Hauses, will ihre Hütte möglichst bald wegen lukrativer Neubauprojekte brennen sehen.
Schon einem anderen Mieter ihres Hauses war es zuvor schlecht ergangen. Und dann ist da noch der verdächtige Feuerwehrmann Kjell Lassen, der die offensichtlich herumliegende Leiche nicht fand. Hatte der verheiratete Mann eine Affäre mit dem Opfer? Seine Frau, Teeladenbesitzerin Gesche Lassen (Frida-Lovisa Hamann), schwört Stein und Bein, dass ihr Mann der beste Mensch von allen ist – und so etwas niemals getan hätte.
Der neue "Nord Nord Mord"-Fall endet tragischer als erwartet
Mit Doppelbödigkeit und Ironie in Richtung bekannter Klischees muss man beim Sylt-Krimi immer rechnen, das gehört sozusagen zum Markenkern des Schmunzelkrimis. In diesem Fall wurde er geschrieben von Katja Töner, Regie führte Alex Schaad. Die Fans vom ZDF-Sylt-Krimi erhalten hier das, was sie erwarten: wortkarge Geheimniskrämerei von Einzelgänger Sievers, der sich aber auf rührende Weise immer mehr seiner Therapeutin und Freundin Tabea Krawinkel (Victoria Trauttmansdorff) annähert.
Und natürlich hört auch das ewige Eifersuchts- und Potenzgehabe Feldmanns sowie das genervte Zurückgewiesenwerden durch seine in Liebesdingen ambivalente "Mitbewohnerin" Ina Behrendsen nicht auf. Trotz aller Leichtigkeit enthüllt der neue Fall gegen Ende eine durchaus tragische Geschichte. Immerhin: Die finalen Bilder des Miteinanders der Ermittler und ihrer Lieben lassen den Film auf einer hellen Note enden.
Der letzte neue "Nord Nord Mord"-Krimi lief kurz vor Weihnachten 2025 in der Mediathek und erst im März 2026 linear: "Sievers und der letzte Tango" hieß diese Episode. Drei weitere Folgen sind bereits fertiggestellt und harren noch der Ausstrahlung: Es handelt sich dabei um "Sievers und der Gesang der Wale" (Folge 29), "Sievers und die Tote auf der Fähre" (Folge 30) sowie "Sievers und das perfekte Dinner" (Folge 31), wobei alle drei Titel noch als Arbeitstitel gelten.
Nord Nord Mord – Sievers und das Geisterhaus – Mo. 22.06. – ZDF: 20.15 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH