Was war da los?

„Tatort“-Kommissare gerieten ins Visier der echten Polizei: „Kurz davor, abgeführt zu werden“

18.02.2026, 11.32 Uhr
Beim Dreh zur Tatort-Episode "Der sichere Tod" im Bayerischen Hof geraten die Hauptdarsteller Hofer und Ljubek während der Münchner Sicherheitskonferenz in eine brenzlige Situation.
Tatort MSC - Carlo Ljubek (r) und Ferdinand Hofer bei Dreharbeiten für den neuen München-"Tatort"
Carlo Ljubek (r) und Ferdinand Hofer bei Dreharbeiten für den neuen München-"Tatort"  Fotoquelle: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Millionen von TV-Zuschauern verfolgen sonntags vor dem Fernseher regelmäßig, wie die Ermittler des deutschen Krimi-Flaggschiffs „Tatort“ Verbrecher überführen. Doch nun haben zwei TV-Kommissare die Aufmerksamkeit von richtigen Polizisten erregt.

Um welche Kommissare handelt es sich?

Betroffen waren Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek. Die beiden Schauspieler verkörpern im Münchner „Tatort“ die Kommissare Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann und Nikola Buvak. Als Hauptermittler beerben sie das legendäre Duo Ivo Batic und Franz Leitmayr – gespielt von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Die beiden „Tatort“-Urgesteine sind bereits seit 1991 in der Krimireihe aktiv und werden sich mit ihrer 100. Folge aus der Krimireihe verabschieden.

Doppelte Identitäten machen stutzig

Das Problem mit der Polizei ereignete sich für Hofer und Ljubek während des Drehs zur „Tatort“-Episode „Der sichere Tod“. Ursächlich war dabei nicht nur der Ort, sondern auch der Zeitpunkt der Dreharbeiten. Diese fanden nämlich im noblen Hotel „Bayerischer Hof“ während der „Münchner Sicherheitskonferenz“ statt.

Angesichts der etlichen hochrangigen Gäste – darunter zahlreiche Regierungschefs – war die Polizei natürlich besonders sensibilisiert. Für Aufmerksamkeit sorgte gleich am ersten Tag die Tatsache, dass die Schauspieler jeweils mit zwei Ausweiskarten herumliefen, auf denen verschiedene Namen – nämlich der eigene und der des verkörperten Kommissars – zu lesen waren.

„Kurz davor, abgeführt zu werden“

Vor Ort war während der Dreharbeiten nur ein kleines Team, zu dem natürlich auch die beiden Hauptdarsteller gehörten. Die verrieten, wie sie in die unangenehme Situation gerieten: „Bei einer spontanen Sicherheitskontrolle waren wir kurz davor, abgeführt zu werden, weil ein Herr Buvak und ein Herr Hammermann natürlich nicht als Teilnehmer der Sicherheitskonferenz akkreditiert waren.“ Zum Glück ließ sich das Problem dann durch Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks, der den Münchner „Tatort“ produziert, klären.

Warum fanden die Dreharbeiten dort zu dieser Zeit statt?

Ort und Zeitpunkt der Dreharbeiten waren alles andere als ein unglücklicher Zufall. Vielmehr hatten sich die Macher bewusst dafür entschieden, die Kulisse aus Nobelhotel und prominenten Besuchern zu nutzen. Denn das Duo Hammermann und Buvak ermittelt in der Episode „Der sichere Tod“ wegen des Mords an einer Dolmetscherin.

Die Spur führt die Kommissare laut Drehbuch zur Sicherheitskonferenz. Was also könnte näherliegen, als bei der realen Veranstaltung authentische Aufnahmen zu machen? Denn: „Eine solch gigantische Kulisse mit so viel internationaler Prominenz wäre für einen ‚Tatort‘ unter normalen Umständen unvorstellbar.“ Es könnte also sein, dass sogar der ein oder andere Spitzenpolitiker kurz durch das Bild huscht.

Wann laufen die nächsten neuen „Tatort“-Episoden aus München?

Laut Bayerischem Rundfunk wird „Der sichere Tod“ erst im Jahr 2027 im Ersten zu sehen sein. Davor müssen sich Ivo Batic und Franz Leitmayr mit der Doppelfolge „Unvergänglich“ noch von ihren zahlreichen Fans verabschieden. Die Ausstrahlung ihres finalen Falls ist für Ostern 2026 geplant – wahrscheinlich am 5. und 6. April jeweils um 20:15 Uhr. Danach geht es dann zwar für Hofer und Ljubek weiter. Ihre Premiere als Duo – die Figur des „Kalli“ Hammermann ist schon seit 2014 Teil des Münchner „Tatorts“ – erfolgt allerdings in der bereits abgedrehten Folge „Zwischenwelten“. Diese soll ebenfalls noch in diesem Jahr über den Äther laufen.

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