Özils Aufstieg und Fall

ZDF kündigt Doku-Dreiteiler über Mesut Özil an: "Alle haben irgendwie verloren"

17.02.2026, 14.58 Uhr
Das ZDF widmet Mesut Özil eine dreiteilige Dokumentation, die seinen Aufstieg zum internationalen Fußballstar und den tiefen Fall thematisiert, inklusive Skandal um das Foto mit Erdoğan.
"Mesut Özil - zu Gast bei Freunden"
Das ZDF zeigt im März die dreiteilige Doku-Serie "Mesut Özil - zu Gast bei Freunden".  Fotoquelle: ZDF / picture alliance/Markus Gilliar / [M] Motor Kommunikation

Als Profi-Kicker hatte es Mesut Özil nach ganz oben geschafft. Dann jedoch sorgte ein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan für einen medialen Aufschrei. Das ZDF widmet dem gefallenen Fußball-Star nun eine eigene Doku-Serie.

Einst sei er "der schüchterne Posterboy für gelungene Integration" gewesen, ein "internationaler Superstar made in Germany". So jedenfalls beschreibt man Mesut Özil beim ZDF. Der Mainzer Sender widmet dem ehemaligen Nationalspieler nun eine Dokumentation. "Mesut Özil – zu Gast bei Freunden" soll der Dreiteiler heißen, der ab Freitag, 20. März, im Streamingportal des ZDF verfügbar sein wird und am Dienstag, 31. März, um 20.15 Uhr im linearen Programm läuft.

Die Doku-Serie rekonstruiere "den Aufstieg Özils vom Enkel türkischer Gastarbeiter in Gelsenkirchen zum internationalen Superstar und seinen tiefen Fall", heißt es in einer Ankündigung vom Dienstag. Zu Wort kommt unter anderem Joachim Löw, der Özil im Film "fußballerisch gesehen" als "einen der allerbesten Nationalspieler, die Deutschland je hatte", beschreibt.

Oliver Bierhoff: "Das ist ein Thema, bei dem sich Deutschland wieder entzweit"

Zum Skandal um Özils verhängnisvolles Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Jahr 2018 äußert sich unterdessen Oliver Bierhoff. Man habe "das Gefühl gehabt, das ist ein Thema, bei dem Deutschland sich wieder entzweit", wird er in der ZDF-Mitteilung zitiert. Auch Özils langjähriger Mitspieler Per Mertesacker bezieht Stellung: "Klar bin ich als Teamkollege, der lange Zeit mit ihm zusammen war, enttäuscht. Es gibt keine Gewinner. Deutschland nicht, die Nationalmannschaft nicht, Mesut nicht. Alle haben irgendwie verloren."

Eingeordnet wird Özils steiler Aufstieg und tiefer Fall unter anderem auch von dessen Vater Mustafa, dem ehemaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel sowie dem Journalisten Deniz Yücel. Regisseur Florian Opitz erklärt, dass "anfänglich keiner der Beteiligten vor der Kamera mit uns über den Fall Özil sprechen wollte". Die Geschehnisse seien auch "deswegen so aufwühlend und wichtig", weil sie "so viel über die deutsche Gesellschaft und ihren Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund" erzählen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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