Erwin Geschonneck

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Erwin Geschonneck starb im Alter von 101 Jahren
Erwin Geschonneck
Geboren: 27.12.1906 in Bartenstein, Ostpreußen
Gestorben: 12.03.2008 in Berlin, Deutschland

Ein streitbarer Geist ist er sein Leben lang geblieben: Erwin Geschonneck, groß geworden im Berliner Arbeitermilieu. Ein anfangs ungelernter Mann mit einem Gefühl für die Kunst, spielt er von früh an in Laienspielgruppen. Er ist als KP-Mitglied der ersten Stunde an Agitprop-Gruppen beteiligt, und sucht als Komparse an Erwin Piscators Volksbühne früh den Kontakt zum großen Theater.

1933 verlässt er Nazi-Deutschland, emigriert mit einer jüdischen Theatergruppe nach Warschau und lebt in Polen, Lettland und der Tschechoslowakai, von wo aus er in die UdSSR geht und dort mit Gesinnungsgenossen ein Theater für die Landbevölkerung einrichtet. Nach Prag zurückgekehrt wird Geschonneck gemeinsam mit seinen Genossen verhaftet und ins Konzentrationslager gesteckt, später kommt er nach Dachau, wo er gemeinsam mit Widerstandskämpfern wie Nico Rost, Karl Röder und anderen dem antifaschistischen Kulturgut gegen den Ungeist der Nazis zum Überleben verhilft. Auch er selbst überlebt, 1945 sogar den Untergang des KZ-Schiffs Cap Arcona. "Goethe in D" heißt ein 1985 entstandener Dokumentarfilm von Manfred Vosz, der davon berichtet.

Nach dem Krieg geht Geschonneck an die Hamburger Kammerspiele, dort engagierte ihn Bertolt Brecht für das Theater am Schiffbauerdamm, wo er den Matti im "Puntila", den Feldprediger in der "Mutter Courage" und den Dorfrichter Adam in Kleits "Der zerbrochene Krug" spielt. Obwohl sich Geschonneck dem Ulbricht-Staat zu allen Zeiten zur Verfügung stellt - immer wieder kann man ihn in Propaganda-Rollen sehen, wo er für den Mauerbau und gegen die "Nestbeschmutzer" agitiert -, bleibt er auch als alter Mann ein kritisch mürrischer Geist, ein unbequemer Parteigenosse, der sich in den eigenen Reihen immer wieder gegen Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit aufbäumt. So erhält der mehrfach ausgezeichnete Künstler und Nationalpreisträger immer wieder Verweise wegen seiner Störrigkeit.

Erwin Geschonneck übernimmt ab 1949 zahlreiche Haupt- und Nebenrollen bei der DEFA und später auch beim DDR-Fernsehen. Falk Harnacks Film "Das Beil von Wandsbek" (1950/51) zeigt ihn in seiner ersten Filmhauptrolle als kleinbürgerlicher Schlachter und Henker. Weitere bedeutende Rollen hat er in Konrad Wolfs "Sonnensucher" (1958), in "Nackt unter Wölfen" (1962), "Karbid und Sauerampfer" (1963), "Ein Lord vom Alexanderplatz" (1967) sowie in "Jakob der Lügner" (1974). Seit Mitte der Siebziger Jahre stand Erwin Geschonneck ein ums andere Mal für die Krimi-Serie "Polizeiruf 110" vor der Kamera.

Erwin Geschonneck gehörte zu den Mitgliedern der Akademie der Künste. 1993 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. In "Matulla und Bausch", eine Regiearbeit seines Sohnes Matti, gab Erwin Geschonneck 1995 noch einmal eine eindrucksvolle Vorstellung als knurriger Alter ab, der eine große Herausforderung annimmt.

Weitere Filme mit Erwin Geschonneck: "In jenen Tagen" (1947), "Liebe 47" (1948), "Das kalte Herz" (1950), "Alarm im Zirkus" (1953), "Musterknaben" (1959), "Fünf Patronenhülsen" (1960), "Gewissen in Aufruhr" (1961), "Ach, du fröhliche ..." (1962), "Tiefe Furchen" (1963), "Berlin um die Ecke" (1965), "Jeder stirbt für sich allein" (1970), "Der Untergang der Emma" (1973), "Polizeiruf 110 - Der Tod des Professors" (1974), "Bankett für Achilles" (1975), "Tambari", "Ein altes Modell" (beide 1976), "Des kleinen Lokführers große Fahrt", "Anton der Zauberer" (beide 1978), "Verlobung in Hollerbusch", "Herbstzeit" (beide 1979), "Levins Mühle" (1980), "Meschkas Enkel" (1981), "Benno macht Geschichten" (1982), "Wie die Alten sungen ...", "Ein Wigwam für die Störche" (beide 1986).

Zur Filmografie von Erwin Geschonneck
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