Ahoi die Damen
14.06.2026 • 06:02 - 06:30 Uhr
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Originaltitel
Ahoi die Damen - Frauen im Hamburger Hafen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2023
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Ahoi die Damen

Der Hamburger Hafen: Er ist Deutschlands größter Seehafen und das Tor zur Welt. Und zugleich ist er das Herz von Hamburg. Wasserwege, Gleise, Brücken und Straßen bilden dabei die Schlagadern. Eine Infrastruktur, die 365 Tage im Jahr funktionieren muss. Rund elf Prozent der Arbeitsplätze in Hamburg sind direkt oder indirekt mit dem Hafen verbunden. Hafenlotsen, Schlepperfahrer, Kranführer, Drohnenpiloten, Brückenbauer und viele mehr: Sie alle sorgen gemeinsam dafür, dass im Hafen alles rund läuft. Und immer mehr Frauen mischen im Hamburger Hafen mit! Im Fokus der NDR-"Nordreportage" stehen drei Frauen, deren beruflicher Dreh- und Angelpunkt der Hamburger Hafen ist: Hafenschifferin Jenny Stüwe, Schiffs-Reparateurin Birte Jung und Schiffs-Logistikerin Nadine Stöwing. Sie lassen sich bei ihrer Arbeit zwischen großen Maschinen und schweren Pötten über die Schulter schauen. Birte Jung hat vor ein paar Jahren den Betrieb ihres Vaters übernommen und sorgt dafür, dass anfallende Reparaturen auf den Schiffen schnell und zuverlässig erledigt werden. Dabei hatte die gelernte Betriebswirtin gar nicht vor, in das Familienunternehmen einzusteigen. Doch als der Vater das Unternehmen neu aufstellen wollte, tauschte die zweifache Mutter Businessdress und Schreibtisch gegen Blaumann und Werkstatt ein und hat es, trotz der von Männern dominierten maritimen Welt, nicht bereut. Hafenschlepperin Jenny Stüwe transportiert auf dem Schubschlepper "Favorit" tonnenschwere Güter hin und her und lotst gemeinsam mit Decksmann Jörn Killian in vorausschauender Weitsicht ihren Schiffsführer Jendrik Petersen durch den Hamburger Hafen. Gemeinsam ist das Trio auf der "Favorit" ein unschlagbares Team! Jörn und Jendrik haben ihrer Kollegin scherzhaft den Spitznamen "Kröte" verpasst. Aus gutem Grund: Denn Jenny sei zu hören, auch wenn man sie gar nicht sieht. Hamburgs einzige Hafenschlepperin ist stolz auf diesen Namen. Denn auf "den Mund gefallen" darf man im Hamburger Hafen nicht sein. Dass Nadines Stöwings Arbeitsplatz der Hamburger Hafen ist, hat seinen Grund. Alle in ihrer Familie haben hier ihren Job. Also machte die mittlerweile 28-Jährige eine Ausbildung als Verfahrensmechanikerin in einem Stahlkonzern, der im Hamburger Hafen ansässig ist. Einige Jahre lang war sie hier Kranfahrerin sorgte im Stahlwerk für den Flüssigstahltransport. Mittlerweile sitzt sie nur noch in Ausnahmefällen auf dem Kran. Denn Nadine hat ihren Meisterbrief gemacht. Heute ist sie als stellvertretende Meisterin im Team Transport dafür zuständig, dass täglich zwischen 800 bis 6000 Tonnen Stahl pünktlich auf die Schiffe kommen. Eine enorme Herausforderung, denn je länger ein Schiff am Kai liegt, umso höher sind die Kosten für das Stahlunternehmen. Birte, Jenny und Nadine vereint nicht nur die Liebe zum "schönsten Arbeitsplatz der Welt", würden sie ihren Job nicht richtig machen, gäbe es Stau im Hamburger Hafen.

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