Im Einsatz gegen die Kälte: Das ArztMobil fährt an den Wochenenden vier Hamburger Hotspots an, um dort vor Ort Wohnungslose medizinisch zu versorgen. "Wer die Not auf der Straße sieht, muss handeln!", bringt Julia Herrmann, eine der Gründerinnen der ehrenamtlichen Obdachlosenhilfe, das Motto des 35-köpfigen Teams auf den Punkt. Das ArztMobil Hamburg besteht aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal sowie anderen engagierten Menschen. Sie behandeln vor allem jene, die oft übersehen werden und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, zumeist ohne Nachweis von Krankenversicherung oder Personalien. Tee, Obst und vor allem ein offenes Ohr gehören bei ihrer Arbeit unbedingt mit dazu. Die Helfenden brauchen ein dickes Fell und starke Nerven, denn täglich sind sie mit traurigen Schicksalen und nicht selten auch einer großen Portion Hoffnungslosigkeit konfrontiert. Am S-Bahnhof Holstenstraße treffen Levke, Julia, Linus und Joni auf Leute mit offenen Wunden, Schnittverletzungen und Abszessen. Eine Patientin trauert um ihren kürzlich verstorbenen Lebensgefährten. Eine junge Frau beklagt sich lautstark über die Trennung von ihrem Freund, eine ältere Stammpatientin hat nach langer Zeit eine Wohnung in Aussicht. Auf der Reeperbahn versorgen Michael, Mae und Toni die aufgeplatzte Augenbraue eines stark alkoholisierten Mannes. Erkältungen, Entzündungen und Schmerzen können sie dank spendenfinanzierter Medikamente vor Ort lindern. Zudem versorgt das Küchenteam die wartenden Menschen mit Essenspaketen. Die Gruppe Elmshorner Suppenhühner um Martina Kramer verteilt am Wochenende gleich nebenan hausgemachte Suppen an Bedürftige. Die jüngsten Studien aus September 2022 sind alarmierend: Hamburg hat die höchste Wohnungslosenquote unter den deutschen Großstädten! In der Freien und Hansestadt hat jeder 100. Einwohner keine feste Bleibe oder lebt komplett auf der Straße, im Bundesdurchschnitt ist es nur jeder 500. Einwohner. Allein im Jahr 2022 starben mindestens 23 Wohnungslose auf Hamburgs Straßen. Wegen Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation wird sich die Situation, da sind sich Experten einig, im anstehenden Winter noch einmal dramatisch verschärfen. Authentisch, nahbar, bewegend: "Die Nordreportage" begleitet engagierte Helferinnen und Helfer vom ArztMobil, die private Interessen und Freizeit zurückstellen, um sich am Wochenende für die vergessenen Menschen Hamburgs einzusetzen. Emotionale Lebensgeschichten, ein Blick auf das soziale Netz der Stadt und jene, die sonst ungesehen bleiben.
Unser Gehirn verarbeitet ständig Signale aus dem Körperinneren. Die Fähigkeit, diese zu deuten, nennt sich Interozeption. Sie hilft, Beschwerden richtig einzuordnen.
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Frangiskos Kakoulakis spricht über seine Rolle als Charlie in "Das gewisse Etwas", einem Film, der die Herausforderungen und die Schönheit der Freundschaft unterstreicht.
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Ein 55-jähriger Patient erfährt überraschend von seiner Osteoporose-Diagnose, nachdem er wegen erhöhter Blutzuckerwerte einen Arzt aufsuchte. Rückenschmerzen und eine Cortisontherapie führten zur Entdeckung. Frühzeitige Diagnose von Rückenschmerzen bei Risikofaktoren kann entscheidend sein.
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Ben Metzner von "D'Artagnan über das neue Coveralbum: "Wir reiten auf der Kante"
Zum zehnjährigen Bestehen bringen dArtagnan kein gewöhnliches Album heraus: Die Mittelalterrock-Band um Sänger Ben Metzner hat sich an Coverversionen bekannter Songs gewagt - von Ozzy Osbournes "Crazy Train" bis zu Avicii. Ein Gespräch über die Kunst des Coverns, die Kraft der Musik als gesellschaftliches Bindemittel und die Pläne für die Jubiläumstour.