Dinosaurierfossilien gelten heutzutage als Statussymbol und können mithin für Millionen auf dem internationalen Markt erworben werden. Für die Forschung wird das zunehmend zum Problem. Warum, zeigt der Dokumentarfilm "Auf der Jagd nach Dino-Fossilien".
Für die einen mögen Autos und Luxusuhren ein Statussymbol sein, andere sammeln Dinosaurierfossilien. Diese werden auf dem internationalen Markt immer begehrter und mittlerweile auf Auktionen manchmal für Millionen US-Dollar verkauft. Das Problem? Museen und Unis haben bei den Auktionen meistens keine Chance – sobald die Funde in private Haushalte verschwinden, werden sie für immer der Wissenschaft verwehrt. Ein wichtiges Thema also, dem sich Jeremy Xido in seinem Film "Auf der Jagd nach Dino-Fossilien" annimmt.
Für den Dokumentarfilm beleuchtet Xido den oft langen Weg der Fossilien – von ihrer Entdeckung bis hin in die Museen, in Labore oder auch in die Häuser schwerreicher Sammler. Dabei spricht er auch mit Paläontologen und Ausgräbern.
So kommt der Paläontologe Nizar Ibrahim zu Wort, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, im Atlasgebirge den Fossilienräubern zuvorzukommen. Eine ähnliche Mission verfolgt die Wissenschaftlerin Bolor Minjin. Sie setzt sich dafür ein, dass illegal ausgeführten Fossilien in ihre Heimat zurückkehren.
Zudem möchte Xido eine wichtige Frage beantworten: Woher rührt das große Interesse für Fossilien? Jemand, der eine Antwort haben könnte, ist Sammler und Fossilienhändler François Escuillié. Er verkauft Knochen an Nationalmuseen und Privatsammler – und sieht sich als Vermittler, der es Menschen ermöglicht, ein bedeutendes Stück Geschichte zu besitzen.
Auf der Jagd nach Dino-Fossilien – Sa. 13.04. – ARTE: 20.15 Uhr