Auf schmaler Spur durch Indien
Heute 08.01.2026 • 04:27 - 05:11 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
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Zwanzig Kilometer in zwei Stunden - Geschwindigkeit ist Nebensache, wenn die Matheran-Hill-Bahn im Nordwesten Indiens zu ihrem Ziel auf dem Plateau eines Tafelberges unterwegs ist.
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Seit über hundert Jahren ist die Matheran-Hill-Bahn auf ihrer 61 Zentimeter schmalen Spur unterwegs von Neral in den Luftkurort Matheran im Nordwesten Indiens - früher unter Dampf, heute mit Diesel-Loks.
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221 Kurven und 800 Meter Höhenunterschied muss die Matheran-Hill-Bahn auf ihrem Weg in den Luftkurort Matheran im Nordwesten Indiens zurücklegen.
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Zwanzig Kilometer in zwei Stunden - Geschwindigkeit ist Nebensache, wenn die Matheran-Hill-Bahn im Nordwesten Indiens zu ihrem Ziel auf dem Plateau eines Tafelberges unterwegs ist.
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2011
Natur + Reisen, Land + Leute

Auf schmaler Spur durch Indien

Matheran, der Luftkurort im Westen Indiens, liegt nur wenige Kilometer von Mumbai auf einem Tafelberg in rund 800 Metern Höhe. Ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Sie schätzen die frische Luft, die schattigen Wälder und die zahlreichen, von Wanderwegen erschlossenen Aussichtspunkte. Besonderes Kennzeichen Matherans ist die Abwesenheit von Autos und Motorrädern, sie dürfen nicht in den rund 5000 Einwohner zählenden Ort. Wer die kaum enden wollenden Hupkonzerte indischer Großstädte gewohnt ist, mag sich vorkommen wie im Paradies. Schon bevor ruhesuchende Großstädter die Vorzüge dieses Ortes entdeckten, war es ein indischer Geschäftsmann, der gern die frische Luft des Bergortes genoss und Ende des 19. Jahrhunderts häufig auf dem Pferderücken hierherkam. Um die Anreise nach Matheran auch für normale Bürger einfacher zu machen, begann er 1901 mit dem Bau der Matheran-Hill-Bahn. Es entstand eine Schmalspurbahn, die in zwei Stunden auf rund 20 Kilometern abenteuerlicher Strecke aus dem fast auf Meereshöhe gelegenen Neral in den über 700 Meter höher gelegenen Kurort führt. Dabei gelang den Ingenieuren das Kunststück, einen Zickzack-Kurs mit zahlreichen engen Kurven entlang der steilen Bergflanke zu führen, der nur einen einzigen Tunnel erforderlich machte. Und dieser ist auch noch so kurz, dass er den Beinamen "One-Kiss-Tunnel" führt. Filmautor Peter Weinert ist mit seinem Team die reizvolle Bahnstrecke auf den Tafelberg gefahren und hat den beliebten Ausflugsort Matheran besucht. Sein Bericht zeigt eine der attraktivsten Schmalspurbahnen Indiens, ihre kühne Streckenführung sowie die Geschichte ihrer Entstehung. Er macht deutlich, warum die Bahnlinie auf der Bewerberliste als UNESCO-Weltkulturerbe steht. Der Film zeichnet darüber hinaus auch ein lebendiges Porträt des quirligen Kurorts Matheran, seiner Bewohner und Gäste und der beeindruckenden Landschaft, in die dieser ungewöhnliche Ort eingebettet ist.

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