Ballonflucht aus der DDR
26.04.2026 • 00:45 - 01:30 Uhr
Info, Zeitgeschichte
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DDR, 1978: Eines Nachts starten zwei Familien den ersten Versuch, mit einem selbstgebauten Heiflluftballon ¸ber die innerdeutsche Grenze in den Westen zu fliehen.
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Der Eiserne Vorhang trennt Ost und West – fast unüberwindbar. Die Familien Strelzyk und Wetzel entwickeln einen waghalsigen Plan, um aus der DDR zu entkommen.
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In der DDR ist die Stasi ist allgegenwärtig. Selbst kleinste Auffälligkeiten können als Hinweis auf vermeintlich "staatsfeindliche" Aktivitäten gedeutet werden.
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Als seine Eltern den waghalsigen Plan fassen, mit dem Heißluftballon in den Westen zu flüchten, ist Frank Strelzyk 14 Jahre alt.
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Originaltitel
Ballonflucht aus der DDR
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Info, Zeitgeschichte

Ballonflucht aus der DDR

DDR, 1978. Zwei Familien halten die Repressionen des SED-Regimes nicht länger aus. Ihr waghalsiger Plan: Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftballon in den Westen fliehen. Doch keiner von ihnen hat Erfahrung mit Luftfahrt. Und wie sollen sie unbemerkt an rund 800 Quadratmeter Stoff gelangen? In einem Staat, in dem die Stasi jeden Schritt der Bürger überwacht. Trotz aller Risiken wollen es die befreundeten Familien versuchen. Die Freunde Günter Wetzel und Peter Strelzyk sind Elektromechaniker und beginnen, heimlich zu tüfteln. Ballonhülle, Gondel, Gebläse, Brenner - alles entsteht in improvisierter Eigenarbeit, ohne jegliche Vorkenntnisse. Der Ballon muss groß genug sein, um die zwei Familien mit vier Kindern lange genug zu tragen, damit sie die Grenze überfliegen und sicher im Westen landen können. Die Eltern verschweigen ihren Kindern den Plan. Denn selbst im Kindergarten könnten Spitzel sitzen; jede Andeutung wäre lebensgefährlich. Nach Monaten voller Angst, Rückschlägen und mühseliger Bauarbeit ist es schließlich so weit: Der Ballon steht. Doch kurz nach ersten Tests wächst die Furcht, entdeckt worden zu sein. In letzter Minute zerstören die Familien ihre eigene Konstruktion. Während die Wetzels ihr Fluchtvorhaben aufgeben, arbeiten die Strelzyks im Geheimen weiter. Ein zweiter Ballon entsteht - größer, stabiler, noch sorgfältiger gebaut. Und eines Nachts ist die Gelegenheit da: günstiger Wind, völlige Dunkelheit. Die Strelzyks steigen ein und heben ab. Zwanzig Minuten später beginnt der Ballon zu sinken. Der Absturz in einem Waldstück endet abrupt. Waren sie lange genug in der Luft, und haben sie es über die Grenze geschafft? Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation rekonstruiert eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten aus der DDR - und erzählt von Mut, Verzweiflung und der unbedingten Sehnsucht nach Freiheit.

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