Birthday Girl
28.09.2025 • 01:00 - 02:25 Uhr
Spielfilm, Thriller
Lesermeinung
Cille (Flora Ofelia Hofmann Lindahl, l.) lebt seit der Scheidung ihrer Eltern bei ihrem Vater und hat daher zu ihrer Mutter Nanna (Trine Dyrholm, r.) keine wirklich tiefe Beziehung mehr.
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Nanna (Trine Dyrholm, l.) klammert sich bei dem Versuch der Wiederannäherung an ihre Tochter Cille (Flora Ofelia Hofmann Lindahl, r.) regelrecht an sie.
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Der Norweger Kevin feiert auf dem Kreuzfahrtschiff mit seinen Freunden und seinem kleinen Bruder seinen Junggesellenabschied. Von links: Bacon (Sebastian DeMots, Kevin (Herman Tømmeraas), Hans (Hans Kristian Õis), Mats (Viktor Bjerke Hofgaard).
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Nanna lädt ihre Tochter Cille und deren beste Freundin Lea anlässlich von Cilles 18. Geburtstag zu einer Kreuzfahrt von Miami zu den Bahamas ein. Von links: Cille (Flora Ofelia Hofmann Lindahl), Nanna (Trine Dyrholm) und Lea (Maja Ida Thiele)
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Originaltitel
Birthday Girl
Produktionsland
DK
Produktionsdatum
2023
Altersfreigabe
16+
Spielfilm, Thriller

Birthday Girl

Eine Mutter will sich durch eine gemeinsame Karibikkreuzfahrt ihrer Tochter wieder annähern. Doch nach einer wilden Partynacht steht eine Vergewaltigung der 18-Jährigen im Raum. Aus Misstrauen gegenüber der Besatzung, die de facto keine strafrechtliche Befugnis besitzt, beginnt die Mutter eigenmächtig eine aufsehenerregende Tätersuche auf hoher See, die sie noch weiter von ihrer traumatisierten Tochter zu entfremden droht. Die geschiedene Nanna (Trine Dyrholm) lädt ihre entfremdete Tochter Cille (Flora Ofelia Hofmann Lindahl) und deren beste Freundin Lea (Maja Ida Thiele) anlässlich von Cilles 18. Geburtstag zu einer Karibikkreuzfahrt ein. Fest entschlossen, Cille und Lea eine denkwürdige Partynacht zu ermöglichen, überlässt Nanna ihrer Tochter ihr personalisiertes Armband, das der an Bord noch als minderjährig geltenden Cille freien Zugang zur Bar verschafft. Schnell kommt das feierlustige Trio mit einer norwegischen Junggesellengruppe um den gut aussehenden Kevin (Herman Tømmeraas) und seinem jüngeren Teenie-Bruder Mats (Viktor Bjerke Hofgaard) in Kontakt. Nach einem Streit mit ihrer Tochter zieht sich Nanna jedoch zurück. Am frühen Morgen wird Nanna von einer Servicekraft geweckt, da Cille die Nacht verbotenerweise auf dem Oberdeck verbracht hat. Verkatert liest Nanna ihre völlig desorientierte Tochter auf, die zur Besorgnis beider Frauen mit einem zerrissenen Slip und Schmerzen aufgewacht ist. Nanna begleitet Cille zum Schiffsarzt, doch diese verweigert ihrer Mutter, der Untersuchung auf eine mögliche Vergewaltigung beizuwohnen. Das Sicherheitsteam des Schiffs verspricht Nanna eine umfängliche Ermittlung. Nanna wird aber schnell klar, dass dem Aufsichtspersonal in internationalen Gewässern keinerlei polizeilichen Befugnisse zustehen. Nanna beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und eckt dadurch nicht zuletzt bei Cille an, die das Erlebte einfach nur verdrängen möchte, aber schließlich von ihrer Mutter dazu getrieben wird, sich an wichtige Einzelheiten ihrer Horrornacht zu erinnern. Bald schießt sich Nanna auf Kevin als Täter ein, dem Cille in ihrer Geburtstagsnacht nähergekommen war. Nanna schreckt auf ihrer Beweissuche vor nichts zurück. Kann sie die Wahrheit herausfinden? Das dänische Thriller-Drama "Birthday Girl" wird von Regisseur Michael Noer ("Papillon") in leuchtenden Neonfarben inszeniert. Bei der von Starschauspielerin Trine Dyrholm verkörperten Hauptfigur scheut er dabei keine Grautöne. Mit seinem Film lotet Noer nach eigener Aussage die Grenzüberschreitungen aus, die man als Elternteil für seine Kinder bereit ist, in Kauf zu nehmen. Seine Entscheidung, dabei ein Mutter-Tochter-Duo in den Fokus zu rücken, führt er auf den durch gesellschaftliche Vorurteile und Vorverurteilungen erschwerten Handlungsspielraum zurück, den Frauen in Extremsituationen zu überwinden hätten. Dass der dänische Regisseur als Setting von "Birthday Girl" ein Kreuzfahrtschiff wählt, stellt keinesfalls einen Zufall dar. In Noers Augen befördert die der Illusion vom perfekten Urlaub verschriebene Eskapismus-Maxime dieses Tourismuszweigs bequeme Ausflüchte wie Victim Blaming, die er mit seinem Film in subversiver Weise zu entlarven gedenkt.

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