Bundeswehr: Jugend an die Waffe
09.02.2026 • 02:20 - 02:50 Uhr
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Matilda Sonntag geht für "exactly" der Frage nach, wie die Bunderwehr Nachwuchs gewinnen will.
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Soldaten bei der Ausbildung im Gefechtsübungszentrum Heer in Gardelegen
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Matilda Sonntag im Interview mit Konteradmiral Axel Schulz im BMVG
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Soldaten bei der Ausbildung im Gefechtsübungszentrum Heer in Gardelegen
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Originaltitel
Bundeswehr: Jugend an die Waffe
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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Bundeswehr: Jugend an die Waffe

Die Bundeswehr kämpft um Nachwuchs - mehr als 60.000 Soldatinnen und Soldaten werden dringend gesucht. Jung sollen sie sein, um Deutschland im Ernstfall zu verteidigen. Noch hofft die Bundeswehr, dass sich genug Freiwillige zum Dienst melden. "Exactly" beleuchtet, wie der neue Wehrdienst dabei helfen soll und welche Kritik das auslöst. Zu sehen ist die Reportage ab 15.09.25, 17 Uhr auf dem YouTube-Kanal "MDR Investigativ" und in der ARD Mediathek sowie im MDR-Fernsehen. Die veränderte Bedrohungslage und die Unsicherheit, die seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine spürbar sind, haben Begriffe wie Zeitenwende und Kriegstüchtigkeit in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Auch die massive Werbung der Bundeswehr - analog und digital - sorgt dafür, dass insbesondere in Familien mit jugendlichen Kindern wieder viel über Verteidigung, Musterung und Verweigerung gesprochen wird. Der 19-jährige Fabien B. aus Salzwedel macht sich am Tag der offenen Tür des Gefechtsübungszentrums Heer in Gardelegen ein eigenes Bild. Der Besuch bestärkt ihn in seinem Entschluss, sich der Truppe anzuschließen. Der erhöhten Gefahr ist er sich dabei bewusst: "Also an der Front kann es ja wirklich sein, dass man stirbt. Das gehört aber dazu. Aber wenn jetzt das Heimatland angegriffen wird, dann geh ich zur Bundeswehr. Dann gebe ich mein Leben." Die Bundeswehr wirbt mit Social-Media-Kampagnen, Events auf der "Pop-Up Karriere-Tour" und großen Messeständen, präsentiert sich als moderner Arbeitgeber - alles, um junge Menschen für den Dienst zu gewinnen. Es regt sich jedoch auch Widerstand. Manja Mück aus Königs Wusterhausen glaubt, dass der neue Wehrdienst nur ein erster Schritt ist und die Wiedereinführung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht folgen wird. Darum hat sie eine Elterninitiative ins Leben gerufen und erklärt dazu: "Ich bin gegen die Wehrpflicht. Absolut. Meine Kinder gebe ich nicht." Mit ihren blauen Briefen, die sie in hunderte Briefkästen einwirft, möchte sie andere Eltern aufrütteln. So auch Aktivist und Politologe Michael Schulze von Glaßer vom Bündnis "Unter 18 nie!" Auf der Gegendemonstration zum ersten Nationalen Veteranentag kritisiert er insbesondere die Außendarstellung der Bundeswehr: "Wichtige Themen wie Tod und Verwundung werden da nicht angesprochen." Überhaupt ärgert es ihn, dass gezielt Minderjährige auf Social Media angesprochen werden. Konteradmiral Axel Schulz kann diese Kritik nicht nachvollziehen, weil er der Meinung ist, dass die Bundeswehr junge Menschen dort erreicht und informiert, wo sie sich am meisten aufhalten, also im Internet. Zudem geht er fest davon aus, dass genug Freiwillige "durch sinnstiftenden Dienst, durch gute Führungskultur, durch monetäre Anreize und durch gute Aus- und Weiterbildung" für den Dienst gewonnen werden. Die Werbemaßnahmen der Bundeswehr zeigen Wirkung: Das vergangene Jahr war das einstellungsstärkste Jahr seit fünf Jahren im militärischen Dienst.

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