Tag für Tag produzieren wir Berge an Müll. Ein unlösbares Dilemma? Keineswegs. Die ZDF-Reportage "plan b" begleitet Menschen, die mit innovativen Ideen den alltäglichen Abfall verringern wollen.
Jeder von uns produziert tagtäglich Müll, ob durch Plastikschalen aus dem Supermarkt oder Verpackungen vom Onlineshopping. Die Menge an Abfall, die wir erzeugen, wächst stetig und führt zu immer größeren Müllbergen. Doch was wäre, wenn wir das ändern könnten? Die ZDF-Reportage "plan b" stellt einige Visionäre vor, die mit innovativen Ansätzen genau das versuchen: Sie wollen den Müll reduzieren und ein ressourcenbewussteres Leben ermöglichen. Antonia Lilly Schanze und Refiye Ellek führen durch die Sendung und begeben sich unter dem Titel "Wer sorgt für weniger Müll?" auf die Suche nach Menschen, die mit kreativen Lösungen die Welt ein wenig sauberer machen wollen.
Einer der Visionäre, welche die Reportage vorstellt, ist Marc Engelmann aus Hamburg. Sein eigener Abfallkeller brachte den 31-jährigen Unternehmer auf eine Idee: Als er dabei war, die Kartons seiner jüngsten Onlinebestellung zu entsorgen, sah er den überquellenden Müllcontainer und ärgerte sich. Bald wurde ihm klar, dass nicht der überfüllte Container das Problem war, sondern das Verpackungssystem selbst. Flugs gründete er ein Start-up mit dem Ziel, den Verpackungsmüll im Onlinehandel zu reduzieren. Sein Konzept ist ebenso simpel wie effektiv: Statt Pappkartons sollen Mehrwegtaschen für den Versand verwendet werden.
Ein Problem, dass die "plan b"-Reportage auch anspricht, betrifft wohl die meisten: Weil Nachhaltigkeit oft mit Verzicht verbunden ist, lässt sie sich meist nur mit viel Aufwand zwischen Familie, Arbeit und Freizeit umsetzen. Doch es gibt Lösungen, die beides vereinen: Nachhaltigkeit und Bequemlichkeit. Sarah Schulte und Lara Wagemann aus Münster haben sich genau das zum Ziel gesetzt. Sie entwickeln einen essbaren Einwegbecher, der das schnelle Coffee-to-go-Erlebnis nachhaltiger macht. Denn: "Wenn wir Produkte erschaffen, die gut in den Lebensalltag integriert werden können, kann man viel leichter Nachhaltigkeit erzielen", so Lara Wagemann.
Doch reicht privates Engagement von Einzelnen und Familien überhaupt aus? Um das Müllproblem wirklich zu lösen, muss es an der Wurzel gepackt werden. Genau das hat sich der Biochemiker Dr. Christian Sonnendecker aus Leipzig zur Aufgabe gemacht: Der Forscher hat einen natürlichen Weg gefunden, PET-Plastik zu zerlegen – und zwar mithilfe eines Enzyms. Dieser Durchbruch könnte das Recycling, wie wir es kennen, revolutionieren.
Die Doku-Reihe "plan B" will Lösungswege für gesellschaftliche Probleme beleuchten – und dabei zeigen, "dass es auch anders geht". In der dritten Staffel unter dem Titel "Da geht was, Deutschland!" stehen neben dem Müll in zwei weiteren Filmen Digitalisierung (Samstag, 12. 8., 17.35 Uhr) und Bildung (Samstag, 26.8., 17.35 Uhr) im Fokus. Alle drei Dokumentationen sind in der Mediathek verfügbar,.
plan b: Da geht was, Deutschland! Wer sorgt für weniger Müll? – Sa. 05.08. – ZDF: 17.35 Uhr