Das Geschäft mit dem Gold - Wer zahlt den Preis?
15.04.2026 • 20:15 - 20:55 Uhr
Info, Wirtschaft + Konsum
Lesermeinung
Schweiz: Marion Flatz-Mäser und Sepp Niederberger, der Präsident der Schweizerischen Goldwäschervereinigung, beim Goldwaschen.
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Schweiz: Marion Flatz-Mäser bei Dreharbeiten im Kanton Tessin: dort befinden sich drei der größten Gold-Raffinerien der Welt.
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Philippinen: Um das Gold aus dem Sediment herauszuholen, setzt Zlady hochgiftiges Quecksilber ein.
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Philippinen: Reporterin Isabella Purkart (3. v. l.) begleitet eine Familie von Goldschürfern durch den Dschungel zum Arbeitsplatz.
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Originaltitel
Das Geschäft mit dem Gold - Wer zahlt den Preis?
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Das Geschäft mit dem Gold - Wer zahlt den Preis?

Gold auf Rekordkurs: Politische Instabilität, Inflationssorgen und geopolitische Spannungen kurbeln die Nachfrage an. Die Dokumentation zeigt, wer in diesem Geschäft den Preis bezahlt. Anleger in der Schweiz investieren Millionen in Gold. Gleichzeitig riskieren philippinische Schürfer täglich ihr Leben, und indische Familien kämpfen mit steigenden Mitgiftkosten. Eine Reportage über Profite, Abhängigkeiten und die Welt jenseits des goldenen Glanzes. Wer seinen Liebsten ein Goldkettchen schenken möchte, muss derzeit ganz schön tief in die Tasche greifen. Trotz schwankender Marktgeschehnisse und wirtschaftlicher Unsicherheiten setzt der Goldpreis seinen Aufwärtstrend fort. Bereits in den vergangenen zwei Jahren hat er einen Rekordhöhenflug erlebt: Innerhalb von zwölf Monaten hat Gold knapp 65 Prozent zugelegt, der Preis pro Unze ist auf ein Allzeithoch von fast 5600 Dollar geklettert. Auch künftig treiben politische Instabilität, Inflationssorgen und geopolitische Spannungen die Nachfrage an und bereiten den Boden für einen weiteren Anstieg. Die "WeltWeit"-Reporterinnen und Reporter haben sich angesehen, was der neue Goldrausch mit den Menschen in den unterschiedlichen Regionen der Erde macht. Auf den Philippinen begleitet Isabella Purkart den 42-jährigen Familienvater Zaldy, der seit mehr als 15 Jahren unter extrem gefährlichen Bedingungen Gold schürft: In einem Schlammloch taucht er nach feinen Goldpartikeln. Mit Luft versorgt wird er dabei nur durch einen alten Kompressor. Jeder Tauchgang ist ein großes Risiko - ein Risiko, das Zaldy eingeht, um seine Familie zu ernähren. Der aktuell hohe Goldpreis treibt ihn und seine Kollegen an, noch härter zu arbeiten. Meist verdienen sie trotzdem nicht mehr als ein paar Euro am Tag. Die Schweiz ist seit Jahrzehnten eine Drehscheibe im internationalen Goldhandel. Auch "dreckiges" Gold, sogenanntes Blut- und Raubgold, wurde dort zu Barren verarbeitet. Vier der größten Raffinerien der Welt befinden sich im Land und gehen - geschützt hinter Kameras und Stacheldraht - diskret ihren Geschäften nach. Ein kürzlich beschlossenes Zollgesetz verlangt nun, dass die Raffinerien ihre Lieferketten bis zum Ursprung zurückverfolgen. Die Filmemacherin Marion Flatz-Mäser taucht ein in die Welt der großen Goldhändler und gewährt Einblicke in eine Branche, in der Kunden Millionenbeträge in Gold investieren, um ihr Vermögen in unsicheren Zeiten abzusichern. "Sie werden entweder Söhne aus ärmeren Familien oder ältere Männer heiraten müssen", sagt ein Vater von fünf Töchtern. In Indien wird die Mitgift traditionell in Form von Gold und kostbarem Brautschmuck verlangt. Beim aktuellen Rekordpreis für Gold können sich das jedoch immer weniger Brautväter leisten. Patrick A. Hafner trifft eine Familie mit fünf Töchtern, von denen drei in nächster Zeit verheiratet werden sollen. Das stellt sie vor eine große Herausforderung. Indiens Goldhändler haben auf den Preisanstieg reagiert und bieten Familien einen vermeintlichen Ausweg: weniger Karat - vergoldete Stücke statt massivem Gold. So lässt sich der Anschein von Glanz und Glamour bewahren. Doch das birgt Risiken. Traditionell dient der Brautschmuck als finanziellen Absicherung der Frau, die nach ihrer Hochzeit auf das Wohlwollen der Familie ihres Ehemanns angewiesen ist.

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