Das dunkle Vermächtnis
14.03.2026 • 20:15 - 21:45 Uhr
Spielfilm, Kriminalfilm
Lesermeinung
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Das dunkle Vermächtnis
Vergrößern
Originaltitel
Das dunkle Vermächtnis
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Spielfilm, Kriminalfilm

Der Fluch der Himmelsscheibe von Nebra

Von Susanne Bald

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Ihr Fund in den Neunzigern führt im fiktiven Mysterythriller mit Felicitas Woll zum Mord. Liegt wirklich ein Fluch auf der Scheibe?

Die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben selbst. Der ARD-Film "Das dunkle Vermächtnis" (Buch: Thomas Sieben, Regie: Ziska Riemann) erzählt am Samstagabend jedoch nicht die wahre Geschichte des Funds der Himmelsscheibe von Nebra, sondern spinnt in einer Mischung aus Mysterythriller und Familiendrama einen Mordfall voll düsterer Geheimnisse und übernatürlicher Geschehnisse.

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als älteste bekannte Darstellung astronomischer Phänomene. Als Teil eines Bronzeschatzes lag sie tausende von Jahren auf dem Mittelberg in Sachsen-Anhalt vergraben. 1999 fanden zwei Sondengänger den Schatz und nahmen ihn an sich, obwohl derartige Funde dem Land gehören. Stattdessen ging er in der Folge durch diverse Hehler- und Händlerhände, ehe er nach teils kuriosen verdeckten Ermittlungen samt Lockvogel schließlich sichergestellt werden konnte. 2003 wurden Räuber und Hehler zu Bewährungsstrafen verurteilt, die Himmelsscheibe befindet sich heute im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle.

Liegt auf der Himmelsscheibe ein Fluch?

Im ARD-Thriller kehrt die Himmelsscheibe zum Jubiläum des Fundes zurück nach Nebra. Das soll groß gefeiert werden, einer der beiden Finder, Arko Haumann (Walter Plathe), eine Rede halten. Doch dazu kommt es nicht, Arko wird ermordet. In Verdacht gerät sein damaliger Kumpan Paul Wenrich (Elmar Gutmann). Der räumt ein, Arko gedroht zu haben, da er in seiner Rede "seine Version der Geschichte" von damals erzählen und "alles richtigstellen" wollte. Getötet habe er ihn aber nicht.

Was damals wirklich geschehen ist wird man erst ganz am Ende erfahren. Kommissar Ritter (Torben Liebrecht) erhofft sich von Wenrichs seit Langem in Hamburg lebender Tochter Kim (Felicitas Woll) Informationen. Sie war als Kind beim Fund der Scheibe dabei, erinnert sich aber nicht. Verdrängung zum Selbstschutz, wie es scheint. Zurück in der Heimat wird sie bald von Erinnerungsfetzen, Albträumen und Visionen heimgesucht.

Arkos Sohn Jonas (Florian Bartholomäi) und die seltsame Blumenhändlerin Agnes Schneider (Barbara Philipp) sind überzeugt, dass die Scheibe nichts als Unglück und Tod bringt. Irgendwann ist auch Schneider tot, und diesmal kann es Wenrich nicht gewesen sein, denn der befindet sich nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus.

Felicitas Woll überzeugt

Trotz der stellenweise arg überfrachteten, konstruierten Geschichte geht man dank der atmosphärischen Inszenierung, ruhig aufgebauten Spannung und des überzeugenden Spiels von Felicitas Woll lange mit ihr mit. Die zugegeben überraschende, aber auch ziemlich hanebüchene Auflösung zum Schluss aber ist dann doch ein bisschen zu viel des Guten.

Umso mehr stellt man sich die Frage: Warum hat man nicht die filmreife wahre Geschichte rund um den Fund der Himmelsscheibe umgesetzt? Als Thriller oder als ähnlich skurrile Räuberpistole wie dereinst die unglaubliche Posse rund um die gefälschten Hitlertagebücher, unsterblich gemacht durch Helmut Dietls Filmsatire "Schtonk!", das könnte man sich gut vorstellen.

"Das dunkle Vermächtnis" – Sa. 14.03. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Das beste aus dem magazin

Yared Dibaba lacht.
HALLO!

Yared Dibaba: "Ich möchte mich einbringen, in den Dialog gehen"

Yared Dibaba reflektiert in seinem neuen Buch „Bin da, wer noch?“ über seine persönliche Reise von Äthiopien nach Deutschland und die Bedeutung von Vielfalt und Identität.
Das Buch „Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben“ von Christoph Kuckelkorn
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Der Tod ist dein letzter großer Termin. Ein Bestatter erzählt vom Leben"

Christoph Kuckelkorn, bekannt als Bestatter und ehemaliger Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, beschreibt in seiner neuen Biografie die Gemeinsamkeiten zwischen Bestattungen und Karneval. Er gibt Einblicke in sein Berufsleben und seine persönlichen Erfahrungen mit Trauer und Verlust.
Dr. Julia Fischer lacht.
Gesundheit

Fettleber ohne Alkohol – wenn der Stoffwechsel die Leber angreift

Eine 60-Jährige aus Rheinland-Pfalz kämpft mit einer stoffwechselbedingten Fettlebererkrankung. Trotz fehlender Symptome kann diese Krankheit schwerwiegende Folgen haben, wie erhöhte Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Intensive Betreuung im Leberzentrum Mainz und eine Ernährungsumstellung helfen ihr, die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Ein schöner Urlaub für alle: Barrierefrei reisen

Barrierefreies Reisen ist für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen möglich. Ob Unterkunft, Sehenswürdigkeiten oder Mobilitätsservice – "Reisen für alle" bietet die passende Lösung.
Das Buch „Nimm den Zwängen die Macht. Zwangsstörungen und Zwangsgedanken verstehen, sich ihnen stellen und Freiheit zurückgewinnen “
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Nimm den Zwängen die Macht"

Zwangsstörungen belasten Betroffene und sind oft schwer nachvollziehbar. Ein neuer Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen Marotten und krankhaften Zwängen und gibt wertvolle Tipps zur Überwindung.
Midge Ure guckt in die Ferne.
HALLO!

Midge Ure: "Es ist entweder mutig oder komplett verrückt"

Midge Ure, ehemaliger Frontmann von Ultravox, kehrt mit einem neuen Doppel-Album zurück. Im Interview spricht er über seine musikalische Entwicklung, den Einfluss von Kraftwerk und seine Entscheidung für ein Doppel-Album.